London (BoerseGo.de) - Die britische Großbank Lloyds ist auf dem Weg der Besserung. Das teilverstaatlichte Institut hat - rechnet man die Übernahme des Konkurrenten HBOS heraus - 2010 einen Vorsteuergewinn von rund 2,2 Milliarden britischen Pfund gemacht. 2009 verzeichnete die Bank noch einen Vorsteuerverlust von 6,3 Milliarden Pfund. Rechnet man allerdings alle Sondereffekte mit ein, so verweilt Lloyds in den roten Zahlen. Wie die Bank am Freitag mitteilte, betrug der Nettoverlust 320 Millionen Pfund. Während der Finanzkrise hatte der Staat 41 Prozent an der Bank übernommen, um sie vor der Pleite zu retten.
Grund für die negative Geschäfsentwicklung ist die Schludenkrise Irlands. Die irischen Papiere, die sich noch im Besitz der Lloyds-Bank befinden, musste das Unternehmen Ende 2010 noch einmal im Wert um 4,3 Milliarden Pfund nach unten berichtigen. Die Integration der HBOS machte hingegen Fortschritte. Auch die operativen Kosten gingen um 5 Prozent auf 10,9 Milliarden Pfund zurück. Die Abschreibungen auf faule Kreidte verringerten sich fast um die Hälfte auf 13,2 Milliarden Pfund.
Für 2011 und die kommenden Jahre zeigte sich das britische Institut optimistisch. 2011 erwartet Lloyds aus der Fusion mit HBOS Synergieeffekte in Höhe von 2 Milliarden Pfund. Das Kerngeschäft soll pro Jahr um 6 bis 7 Prozent wachsen. Über einen möglichen Rückkauf der Staatsanteile sagte CEO Eric Daniels allerdings nichts.
Susanne Schulz
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