DJ XETRA-MITTAG/Laues Handelsgeschehen lässt Kurse leicht steigen
FRANKFURT (Dow Jones) - Am deutschen Aktienmarkt geht es am Dienstagmittag bei ruhigem Handel leicht nach oben. Das Volumen ist allerdings äußerst dünn, was für die Zeit zwischen den Jahren nicht ungewöhnlich ist. Hinzu kommt, dass London wegen eines Feiertages erst am Mittwoch wieder in das Handelsgeschehen eingreift.
Bis 13.12 Uhr gewinnt der DAX 0,2% oder 12 auf 5.891 Punkte. In der laufenden Woche stehen noch verschiedene Auktionen italienischer Staatsanleihen an. Dies könnte für Spannung sorgen, denn die Rendite der zehnjährige Benchmarkanleihe ist inzwischen wieder über 7% und damit auf ein kritisches Niveau gestiegen.
Positiv wirkt sich der nahende Jahresultimo auf die Kurse aus. Es sei damit zu rechnen, dass in den letzten Handelstagen des Jahres versucht werde, die Kurse ein wenig zu stützen, sagt ein Händler. Anleger in Europa mussten in diesem Jahr kräftige Verluste einstecken. So hat der DAX seit Jahresbeginn rund 15% verloren, der Euro-Stoxx-50 sogar 18%.
Akzente könnten US-Konjunkturdaten am Nachmittag setzen. So steht der Case-Shiller-Hauspreisindex für den Monat Oktober zur Veröffentlichung an. Wichtiger dürfte der Index des Verbrauchervertrauens des Conference Board sein, die Prognose rechnet mit einem Anstieg um 4 Punkte auf 60.
Unternehmensnachrichten sind rar. Bankaktien werden verkauft. Für Commerzbank geht es um 0,4% auf 1,34 EUR nach unten, Deutsche Bank verlieren 0,3% auf 29,72 EUR. EADS sinken nach einem schwachem Airbus-Ausblick für 2012 um 0,3% auf 23,58 EUR. Nach dem Rekordstand an Aufträgen im laufenden Jahr erwartet Airbus für 2012 nur noch deutlich weniger als die Hälfte der Bestellungen. Dagegen ziehen adidas leicht an. Der Sportartikelkonzern will bis 2015 den Umsatz um 1 Mrd EUR pro Jahr auf dann 17 Mrd EUR steigern. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer in einem Interview. Angst vor einer Wirtschaftskrise hat er nicht. Sport werde immer gemacht, menetekelte Hainer.
Der Bezahlsender Sky Deutschland verkleinert sein Angebot. Ab 1. Januar können die Abonnenten keine Filme von Paramount mehr sehen. Die Aktie verliert 2,3% auf 1,38 EUR. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9% beteiligt.
DJG/mif/flf
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