Leverkusen/ Frankfurt (BoerseGo.de) – Lanxess gibt Rätsel auf, schreiben Medien am Freitag nach den jüngsten, massiven Aktienverkäufen des Konzernchefs Axel Heitmann. "Das hat nicht gerade positive Signale an den Markt gesendet", wird ein Händler in Frankfurt zitiert. Lanxess-Titel waren im Laufe des Tages mit zeitweise minus 6 Prozent auf 39,70 Euro mit Abstand das Schlusslicht im MDAX. Dass sich ein Interner wie Heitmann auf einen Satz von 250.0000 Stammaktien trennt, ist nicht gerade ein ermutigendes Kaufsignal für Anleger.
Doch trotz der Verkäufe gibt sich der Spezialchemiekonzern weiterhin zuversichtlich. "Die Prognose hat weiterhin Bestand", sagte ein Unternehmenssprecher der Finanzagentur dpa-AFX am Freitag. Die Verkäufe seien ein rein privates Geschäft.
Nach einem Gewinn und Umsatzsprung im zweiten Quartal hatte der Konzern im Gegensatz zu anderen Konkurrenten erst vor gut zwei Wochen seine Prognose angehoben. "Der Optimismus ist da", erklärte der Sprecher. Das bereinigte operative Ergebnis soll rund 20 Prozent über dem Vorjahreswert von 918 Millionen Euro liegen, statt einem Plus von 10 bis 15 Prozent.
Heitmann hatte einen Großteil seiner Aktien verkauft und dadurch knapp zehn Millionen Euro erlöst. Nun hält er laut dem Unternehmenssprecher noch knapp 20.000 Aktien.
Bernd Lammert
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