LBBW: Rohstoffe geraten im Februar unter Druck – marktneutrale Strategien gefragt

Kategorie: Fonds-News | Datum: 08.03.2013

Stuttgart (BoerseGo.de) - Die vergangenen Wochen haben es deutlich gezeigt: Die Rohstoffpreise unterliegen starken Schwankungen – der Goldpreis beispielsweise notiert wieder deutlich unter den Höchstständen des vergangenen Jahres. Auch bei vielen anderen Rohstoffen wurde im Februar die gute Wertentwicklung des Januars wieder aufgezehrt.

„Angesichts schwankender Rohstoffnotierungen bieten sich im aktuellen Marktumfeld marktneutrale Rohstoffstrategien für Anleger an“. Die LBBW hat für diese marktneutrale Strategie den LBBW Long Short Rohstoff Index ER entwickelt, über den der Fonds zum jeweiligen Rolltermin am Quartalsbeginn mit jeweils zehn Prozent gleichgewichtet in fünf Short- und fünf Long-Positionen aus unterschiedlichen Rohstoffsegmenten investiert. Die Auswahl der Rohstoffe für den Index wird quartalsweise überprüft und an die Marktentwicklung angepasst.

„Mit dieser Strategie vermeiden wir im Long-Segment Investments in Futures mit relativ hohen Rollverlusten“, erläutert Krauß den Vorteil der marktneutralen Strategie. Vielmehr investiert der Fonds über Short-Positionen in jene Rohstoff-Kontrakte, bei denen durch eine Contango-Situation etwa wegen hoher Lagerbestände Rollverluste zu erwarten sind. Der Fondsmanager rechnet damit, dass in diesem Jahr marktneutrale Strategien ein wichtiger Baustein bei Rohstoff-Investments sein werden. „Gerade weil die „long-only“ Märkte vielen Investoren zu volatil sind oder die Risikopuffer das höhere Risiko nicht ermöglichen, können Anleger mit Long/Short-Strategien hier Chancen nutzen“, erklärt Krauß.

Im Rohstoffsektor kaufen Fonds die gewünschten Rohstoffe in der Regel nicht direkt, sondern über Termingeschäfte an den Warenterminbörsen. Der Terminkontrakt legt dabei genau die Rohstoffmenge und -qualität sowie Preis und Lieferzeitpunkt des gekauften Rohstoffs fest. Läuft ein Terminkontrakt aus, muss der Fondsmanager bei Fälligkeit den alten in einen länger laufenden Kontrakt tauschen, um eine physische Lieferung des Rohstoffs zu vermeiden. Diesen Vorgang nennen Experten auch „Rollen“: Der Investor erzielt Rollgewinne, wenn der Preis des neuen Terminkontrakts unter dem des auslaufenden Kontrakts liegt. Diese Situation wird als Backwardation bezeichnet. Sie ist unter anderem ein Indiz für knappe Lagerbestände. Im umgekehrten Fall steigender Lagerbestände entstehen beim Contango Rollverluste. Marktneutrale Strategien versuchen, sich diesen Umstand zunutze zu machen, indem langfristig tendenziell knappe Rohstoffe gekauft werden, und solche, bei denen die Terminkurve einen hohen Lagerbestand induziert, verkauft werden.

Über den Autor:

Tomke Hansmann,
Redakteurin

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