London/New York (BoerseGo.de) – Der britische Ölkonzern BP hat mit der US-amerikanischen Regierung über eine außergerichtliche Einigung im Fall der havarierten Ölplattform Deepwater Horizon verhandelt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person. Wegen der weitreichenden Folgen der Ölverpestung an der Küste des Golfs von Mexiko soll es sich um eine Strafe in Höhe von bis zu 17,6 Milliarden US-Dollar (rund 13,3 Milliarden Euro) drehen.
Bei der größten Ölkatastrophe in der Geschichte der USA sind 4,1 Millionen Barrel Öl ins Meer geflossen. Die US-Regierung verlange nun für jedes einzelne Barrel davon eine Entschädigung von 4.300 US-Dollar. Das entspricht der Forderungsobergrenze, falls dem Unternehmen grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen wird. Normalerweise werde eher ein Satz von 1.100 Dollar je ausgelaufenem Barrel Öl berechnet. Damit würde sich die gesamte Strafsumme auf 4,5 Milliarden US-Dollar reduzieren.
Beobachter gehen davon aus, dass man sich in der Mitte treffen werde. Die Entschädigung für die Wasserverschmutzung könne zudem bei rund 10 Milliarden Dollar landen. Doch da könnten noch weitere 10 Milliarden Dollar für kriminelles Handeln sowie weitere 5 Milliarden für Schäden an Land hinzukommen. Schließlich wurde nicht nur das Wasser verschmutzt, sondern auch die Natur eines breiten Küstenstreifens samt Mississippi-Flussdelta zerstört.
Susanne Schulz
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