Krankenkassenzusatzbeiträge stoßen auf breite Ablehnung

Kategorie: Versicherungs-News | Geldanlage | Datum: 04.03.2010

Köln (BoerseGo.de) – Die von den meisten gesetzlichen Krankenkassen angekündigten oder bereits erhobenen Zusatzbeiträge stoßen auf breite Ablehnung der Versicherten. Das Ausmaß der Empörung ist laut einer Umfrage beträchtlich, wie die aktuelle Ausgabe der Studie „Health Care Monitoring 2010“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG zum Schwerpunktthema „Zusatzbeiträge aus Versichertensicht“ zeigt. Über 800 Bundesbürger wurden repräsentativ zu ihren Einstellungen zum Thema Zusatzbeiträge, zu ihrer Wechselbereitschaft sowie zum Verhalten ihrer eigenen Krankenkasse befragt. Klare 90 Prozent der Versicherten zeigen sich über die Einführung von Zusatzbeiträgen verärgert, 82 Prozent halten diese sogar für „skandalös“. Nach eigenen Angaben ist fast jedes zweite Kassenmitglied von einem Zusatzbeitrag bedroht oder bereits unmittelbar davon betroffen.


Verantwortlich für die Zusatzbeiträge machen die GKV-Mitglieder vor allem falsche Weichenstellungen der Gesundheitspolitik (36 Prozent), das schlechte Wirtschaften der Krankenkassen (28 Prozent) und zu hohe Preise der Arzneimittelhersteller (20 Prozent). Dass die Patienten zu viele Leistungen in Anspruch genommen haben, stellt für acht Prozent der Versicherten eine zentrale Ursache für die Notwendigkeit der Erhebung von Zusatzbeiträgen dar. 


Bild: ©iStockphoto.com/webphotographeer

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Über den Autor:

Martin Pachtner,
Redakteur

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