Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Salzgitter Mannesmann GmbH will die Minderheitsaktionäre der Klöckner-Werke AG aus dem Unternehmen herausdrängen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, soll die Hauptversammlung die Übertragung der Aktien sämtlicher übriger Aktionäre gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung beschließen. Die Salzgitter Mannesmann GmbH ist mit 95,776 Prozent an Klöckner-Werke beteiligt und kann damit ein entsprechendes Verlangen an der Vorstand der Gesellschaft richten.
Der durchschnittliche Börsenkurs der Aktie von Klöckner-Werke beträgt in einem ab dem gestrigen Tag zurückgerechneten Dreimonatszeitraum 14,33 Euro. Aufgrund einer vorläufigen Einschätzung geht die Salzgitter Mannesmann GmbH davon aus, dass dieser durchschnittliche Börsenkurs die auf Grundlage des Unternehmenswertes der Gesellschaft ermittelte Barabfindung je Aktie übersteigen wird. Die an die auszuschließenden Minderheitsaktionäre zu zahlende Barabfindung werde daher voraussichtlich 14,33 Euro je Aktie betragen.
Die Klöckner-Werke AG kündigte an, alle erforderlichen Maßnahmen zur Durchführung eines solchen Ausschlussverfahrens einzuleiten. Zur Einsparung von Kosten soll über das Übertragungsverlangen in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen werden. Die für den 9. Juli 2010 angesetzte ordentliche Hauptversammlung wird in diesem Zusammenhang auf den Monat August 2010 verschoben. Der genaue Termin der ordentlichen Hauptversammlung soll in Kürze bekannt gegeben werden.
Klöckner-Werke: Hauptaktionär plant Squeeze-Out
Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Datum: 10.03.2010
Diskussion zu diesem Artikel:
NEUE Umfrage
Laut Hedge-Fonds-Legende George Soros geht die in der Schuldenkrise von der EU verordnete Sparpolitik genau in die falsche Richtung. Führt Angela Merkel die Eurozone in eine Depression?
Thomas Gansneder,
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: