Berlin/ Frankfurt (BoerseGo.de) - Der österreichische Kaufhof-Bieter René Benko ist laut Presseberichten vom Vorwurf der Geldwäsche entlastet. Die "Bild"-Zeitung und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichten am Montag übereinstimmend, ein Gutachten im Auftrag der österreichischen Staatsanwaltschaft belege, dass die Verdächtigungen nicht zu halten sind. Es sei davon auszugehen, dass das Verfahren gegen Benko in Kürze eingestellt werde, schreibt die FAZ. Der 34-Jährige war in Verdacht geraten, nachdem er vor Jahren eine Immobilie gekauft und binnen weniger Wochen für mehr als den doppelten Preis wieder verkauft hatte.
Mit der Entlastung könnten die Chancen des Immobilien-Investors wieder steigen, den Zuschlag für die Kölner Warenhauskette Galeria Kaufhof zu bekommen. Benko und der Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen liefern sich derzeit einen Wettstreit um Galeria Kaufhof. Beide haben Angebote vorgelegt, die am vergangenen Freitag bei der Aufsichtsratssitzung der Kaufhof-Muttergesesellschaft Metro geprüft wurden. Danach hatte es geheißen, die Metro wolle die Gespräche mit beiden Interessenten weiterführen.
Im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" von Montag zeigte sich Benko indes angriffslustig. "Wir gehen von einer zeitnahen Einigung aus und stehen jedenfalls für langwierige Verhandlungen und Preistreiberei nicht zur Verfügung". Der Österreicher hat laut Medienberichten mehr als zwei Milliarden Euro für Galeria Kaufhof geboten.
Bernd Lammert
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