Selbst unter ausgebufften Rohstoff-Trader hier an Board dürfte kaum bekannt sein, dass Kaffee nach Rohöl der meistgehandelte Rohstoff auf der Welt ist. Und da es so viele Sorten gibt, ist auch die Preisspanne entsprechend: Von billig in den Discounter-Märkten bis anspruchsvoll – sowohl beim Preis als auch bei der Qualität.

Ahoi Landratte, bist Du bereit an Bord zu kommen? Ein köstlicher Kaffeeschatz wartet schon auf Dich. (Bild: Black Pirate Coffee Crew)
Discounter-Kaffees – das heißt meistens: kurze heiße Röstung zum Sparen von Maschinen-Stunden, entsprechend hoher Säurepegel, und obendrauf wahrscheinlich noch ein paar Chargen anderer Vertragsröster. Geschmack meist eher säuerlich und holzig. Dass es auch anders geht, zeigt seit rund einem Jahr die Black Pirate Coffee Crew aus Passau. Dort fand man heraus, dass es alleine in Deutschland unzählige kleine Kaffeeröstereien gibt, die richtige Kaffeeschätze herstellen – aber kaum Vermarktungspower aufbauen.
Das nimmt jetzt die Black Pirate Coffee Crew in die Hand. »Wir suchen die Welt nach Kaffeeschätzen ab – eine Schatzsuche wie bei echten Piraten«, sagt Vize-Kapitän Annika Poloczek. »Die Mission: Unseren Kunden beste Spezialitätenkaffees von Kleinröstern vorzustellen und dabei ausführlich über die Herkunft und dessen richtige Zubereitung zu informieren.«
»hoist the sails, sweety!« nennt sich beispielsweise ein Espresso. Dahinter versteckt sich eine wahre Geschmacksexplosion für Liebhaber reiner Arabica-Espressi. Ob als Ristretto für ganz harte Trader, oder als Basis für die Zubereitung von Cappuccino & Co. – der Espresso überzeugt bei jeder Dax-Rally. Auch vom Bild her können sogar Laien den Unterschied zu Billig-Kaffees erkennen: schöne Bohnen, kein Bruch, alle Bohnen gleichmäßig geröstet
Ganz anders dagegen der »cast off, swabbie!« Das ist ein Schümli-Kaffee für traditionelle Trinker, die gerne einen Schuss Milch oder Kaffeesahne unterrühren. Er hält müde Trader wach und Wache länger fit. Ideal also für Freunde des Filterkaffees, und Vollautomaten-Besitzer. Er besitzt ein mildes Aroma mit dezenter Säure. Fein würzig ist er mit einem angenehmen Nachgeschmack.
Fazit: Hier bekommt man, was man bezahlt. Oder um im Piraten-Slang zu bleiben: Hiss die Segel, Schätzchen! Mit diesem Kaffee brennen wir gemeinsam durch… (eh)
Engelbert Hoermannsdorfer,
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: