Kassel (BoerseGo.de) – Der DAX-Konzern K+S plant milliardenschwere Investitionen in Kanada. Bis 2015 will das Unternehmen 2,4 Milliarden Euro in die Erschließung einer Kalilagerstätte im Süden des kanadischen Provinzstaates Saskatchewan in die Hand nehmen. Wie der Salz- und Düngemittelhersteller am Dienstag mitteilte, hat der K+S-Aufsichtsrat das sog. „Legacy-Projekt“ bereits abgesegnet.
Der Produktionsstart soll im Jahr 2015 sein, 2017 soll dann die Zwei-Millionen-Tonnen-Marke erreicht werden. Danach erfolgt der sukzessive Ausbau der Produktionskapazität auf 2,86 Millionen Tonnen im Jahr 2023. In einer weiteren Ausbauphase wäre dann etwa zehn Jahre später eine Gesamtproduktion von jährlich vier Millionen Tonnen Kaliumchlorid möglich.
"Das Legacy Projekt ist ein bedeutender Schritt zum Ausbau unserer Kalikapazitäten und eröffnet uns die Teilnahme am Wachstum des Weltkalimarktes. Zusammen mit unseren bestehenden Kalibergwerken in Deutschland wird dies die internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärken und im Ergebnis der gesamten Gruppe zugute kommen", sagt der K+S-Chef Norbert Steiner.
Das Projekt ist Teil der Kali-Vorkommen, die sich K+S durch die Übernahme der kanadischen Potash One gesichert hat. Der Konzern will die Finanzierung des Mega-Investments überwiegend aus Liquidität und künftigen Cashflows schaffen.
K+S teilte am Dienstag zudem mit, an der bisherigen ertragsorientierten Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote in Höhe von 40 bis 50 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern festhalten zu wollen.
Bernd Lammert
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