Zürich (Godmode-Trader.ch) – Julius Bär hat 2011 einen Gewinnrückgang um 10,3 Prozent auf 451,8 Millionen Schweizer Franken verbucht. Darin ist die Zahlung im Steuervergleich mit Deutschland nicht enthalten, wie die Privatbank am Montag mitteilte.
Die verwalteten Vermögen betrugen Ende des Jahres 170 Milliarden Schweizer Franken, nahezu unverändert gegenüber Ende 2010. Der Netto-Neugeldzufluss von zehn Milliarden Franken oder sechs sei jedoch fast vollständig von der Marktperformance und Währungseffekten aufgewogen worden, hieß es. Der Verwaltungsrat wird der Ordentlichen Generalversammlung vom 11. April 2012 laut Mitteilung eine ordentliche Dividende von 0,60 Franken pro Aktie und eine Sonderdividende von 0,40 Franken pro Aktie vorschlagen. Zudem hat sich der Verwaltungsrat für ein weiteres Aktienrückkaufprogramm im Umfang von maximal 500 Millionen Franken ausgesprochen, das über die nächsten zwei Jahre flexibel ausgeführt werden soll.
Der Betriebsertrag ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 1,753 Milliarden Franken zurück. Der adjustierte Geschäftsaufwand legte um 7,3 Prozent auf 1,279 Milliarden Franken zu. Die Cost/Income-Ratio verschlechterte sich auf 68,0 Prozent nach 65,4 Prozent im Vorjahr. Angesichts des schwierigen Umfeldes wurden die mittelfristigen Ertragsziele korrigiert. Neu rechnet Julius Bär mit einem Kosten-Ertragssatz von 62 bis 66 Prozent nach bisher 60 bis 64 Prozent. Das Zielband für den Netto-Neugeldzufluss bleibt unverändert bei vier bis sechs Prozent.
Tomke Hansmann
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