New York (BoerseGo.de) - Der Hedgefonds-Manager John Paulson hat sich von einem Drittel seiner Position im SPDR Gold Trust getrennt. Paulson bleibt per Ende September mit 20,3 Millionen Anteilen nach zuvor 31,5 Millionen Anteilen zwar weiterhin größter Anteilseigner des physisch besicherten Gold-ETFs, doch stellt der Rückgang eine kritische Wendung dar. Über die Gründe des Verkaufs machte Paulson keine Angaben.
Der Verkauf wurde im Zeitraum zwischen Juli und September durchgeführt, als Gold zunächst auf ein Hoch bei über 1900 Dollar stieg, dann aber auch schnell bis unter 1600 Dollar einbrach. Es wird vermutet, dass Paulson den Verkaufserlös nutzte, um Löcher zu kitten, die durch hohe Verluste in anderen Positionen seines Hedgefonds entstanden waren. Einige US-Medien spekulieren außerdem, dass Paulson den Verkaufserlös genutzt haben könnte, um physisches Gold zu kaufen, das in der langfristigen Lagerung günstiger ist als eine Position im SPDR Gold Trust. Außerdem sind Goldaktien im Verhältnis zum Goldpreis so günstig wie seit dem Jahr 2008 nicht mehr. Es könnte daher sein, spekuliert "Resource Investor", dass Paulson seine Goldposition in Goldaktien getauscht hat. Paulson hält im Zuge seiner Goldstrategie bereits Anteile an großen Goldminen weltweit. Im dritten Quartal könnten diese Käufe aber nicht stattgefunden haben, denn das hätte wie alle anderen Positionsveränderungen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC mitgeteilt werden müssen. Eine Veränderung bei Paulsons Goldaktienpositionen gab es allerdings nicht.
Paulson erwarb 31,5 Millionen Anteile am SPDR Gold Trust im ersten Quartal 2009 und der Wert dieser Position erhöhte sich von 2,84 auf 5,3 Milliarden Dollar.
Jochen Stanzl,
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: