Jim Rogers warnt vor Risiken zu US-Banken, Inflationsgefahr u. Blase in China

Kategorie: US-Markt News | Asien-News | Trackbox US | News Warenterminbörsen | Top-Artikel | Datum: 21.10.2010

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New York (BoerseGo.de) - Eine Lösung für die mit Hypotheken belasteten Problembanken in den USA bedarf einer langen Zeit. Dies erklärte der bekannte Investor und Prophezeier der Rohstoffrally Jim Rogers gegenüber CNBC. Banktitel hätten trotz der infolge von Problemen mit Zwangsvollstreckungen hervorgerufenen jüngsten Kursrückgänge kein attraktives Niveau. Was die Ungereimtheiten bei Zwangsvollstreckungen betrifft sieht der Investor das Faktum als gegeben an, dass sich derartiger Praktiken nicht nur etwa Countrywide und die Bank of America bediente. Nun müssten die Banken für deren Handeln die Konsequenzen tragen. Daraus sei über eine lange Periode ein großes Chaos entstanden. In den Bankbilanzen liege reichlich Müll. Die Banken hätten daher ihre gigantischen Probleme noch immer nicht ausgelagert. Er geht davon aus, dass sich die Banktitel über die kommenden fünf bis sechs Jahre in einer Handelsspanne bewegen werden. Niemand wisse über den Buchwert der Bank of America Bescheid. “Ich habe in diesen Tagen an Banktitel kein Interesse. Normalerweise bedarf es für Aktien nach Platzen einer Blase einer jahrelangen Korrektur”. Dem stehe auch nicht die Ansicht von Bankanalysten der Bank of America und Goldman Sachs entgegen, wonach die Marktkapitalisierung der Bank of America deren Barmittelbestand unterschreitet, wodurch der Wert als attraktiv zu bezeichnen sei. Rogers hat kein Interessen an Käufen in Sektoren, wo weder ein Bullenmarkt noch ein über Short-Spekulationen gewinnträchtiger Bärenmarkt erkennbar ist. 

Im übrigen gebe es gigantische Berge von gedruckten Geld. Er habe weiters erneut mit Short-Wetten auf US-Staatsanleihen begonnen. Außerdem stünden die Emerging Markets vor einer großen Explosion. Preise für Rohstoffe wie etwa Zinn, Zucker, Kakao, Gummi hätten wegen voranschreitender Verknappungen Zuwächse erhalten.

Die überraschende Leitzinsanhebung in China bezeichnet Rogers als gute Sache. Jede Art von Zinsanhebungen habe wegen einer bevorstehenden Inflationsbeschleunigung positive Gesichtspunkte. Der Zinsanhebung in China liege das Bemühen zur Dämpfung der in dem Land grassierenden Immobilienblase zugrunde. Die Immobilienblase habe vor allem in den Küstengebieten und großen Städten Ausformungen erhalten. Er tritt in China derzeit nicht als Käufer auf. Er kaufe nach Abstürzen. Derartiges sei in China in den vergangenen Jahren aber nicht geschehen. Die Immobilienblase in China werde eines Tages platzen, aber deswegen nicht die gesamte Wirtschaft des Landes nach unten ziehen. Sektoren wie etwa Landwirtschaft und Tourismus hätten positive Perspektiven.

Darüber hinaus sei es derzeit Faktum, dass für den US-Dollar jedermann unglaublich bärisch ist. Zu diesen entsprechenden Bären zähle er sich selbst. Sobald jedoch jedermann auf dem selben Boot sitzt empfiehlt sich zumindest für eine Weile ein Wechsel auf die andere Seite.

Das bevorstehende G20-Treffen könne zur Lösung von Spannungen im Bereich der Währung und des Handels beitragen. Aus diesen Spannungen resultiere eine Gefahr für die Weltwirtschaft. Falls der Trend in Richtung Protektionismus läuft setze es eine sehr gefährliche Entwicklung ein.

“Ich habe wegen einer Fortsetzung des Währungskriegs große Sorge. Zum Schutz gegen die Strategie des Gelddruckens empfiehlt sich der Kauf von Sachwerten”, führte Rogers weiter aus.  

Bild: ©iStockphoto.com/caracterdesign

Diskussion zu diesem Artikel:

  • 1

    - schrieb am 07.09.11 um 14:02 Uhr:

    Jim Rogers

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