Frankfurt (BoerseGo.de) – Der Rohstoffinvestor Jim Rogers hat sich in einem Interview mit dem Handelsblatt kritisch zur Lage in den USA geäußert. Da eine Wahl bevorsteht, gebe Präsident Barack Obama insbesondere Geld in jenen Staaten aus, die für seine Wiederwahl wichtig sind. Es sei auffällig, dass die Arbeitslosenquoten ausgerechnet in mehreren für die Wahl wichtigen US-Staaten gesunken sind.
Die Regierung werde bis zur Wahl im November weiterhin gute Nachrichten erfinden. Die US-Notenbank werde bis dahin jede Menge Geld drucken. Rogers zeigte sich besorgt, was in den Jahren 2013 und 2014 geschehen wird, da die Probleme seiner Meinung nach nur aufgeschoben werden. Generell habe er derzeit auf der ganzen Welt Aktien geshortet. Der Welt stehe eine gefährliche Zeit bevor.
Bei Öl stehe er derzeit lieber an der Seitenlinie. Es gebe eine Konspirationstheorie, wonach Saudi-Arabien viel Öl auf den Markt wirft, um Barack Obama im Wahlkampf zu helfen. Er wisse nicht, ob die Theorie richtig ist, es sei aber klar, dass Saudi-Arabien derzeit ungewöhnlich viel Öl produziert.
Gold würde Rogers nachkaufen, sofern der Preis weiter sinkt. Ein Niveau von 1.300 US-Dollar je Feinunze erscheint ihm derzeit attraktiv. Wenn die Amerikaner den Iran bombardieren würden, würde er seinen Goldbestand auch bereits zu einem höheren Preis ausbauen, so die Aussage.
