Japan: Nikkei schließt auf Viermonatstief
Kategorie: Asien-News | Asien, Australien | Top-Artikel | Datum: 24.11.2009
Japans Finanzminister Hirohisa Fuji sagte in einem Interview, dass die Binnennachfrage in Japan schwach bleibe, und die Finanzpolitik allein dies nicht ändern kann. Das erhöht den Druck auf die Notenbank, mittels Zinserhöhungen die Deflation zu bekämpfen, was einen noch stärkeren Yen zur Folge hätte. Darunter leiden die Exportwerte. Die angeschlagene Japan Airlines fällt 8,42% auf ein neues Rekordtief, Investoren fürchten, dass eine Insolvenz unausweichlich ist. Tagesverlierer in Japan ist Mitsui Chemicals mit -10,09%, die angekündigte Kapitalerhöhung führt zur Flucht der Anleger aus der Aktie. Aus gleichem Grund verliert Bank Nr. 3, Sumitomo Mitsui Financial um 4,44%, Gerüchte über eine Kapitalerhöhung reichen hier aus, neben der ohnehin schlechten Stimmung der Investoren in Japan, wo die Kurse gegen den Trend in ganz Asien seit Wochen nur noch fallen. Das Finanzhaus Resona gibt 5,53% ab, obwohl das Unternehmen eine Kapitalerhöhung dementierte. Pioneer verliert 3,57%, Mazda Motors gibt 3,17% ab, Nippon Oil sinkt mit fallendem Rohöl um 3,16%. Die landesgrößte Bank, Mitsubishi UJF schließt 2,76% tiefer.
Zu den wenigen Gewinnern in Tokio gehören dividendenstarke Titel, Anleger sichern sich als Ersatz für Kurssteigerungen die Dividenden. Tagesgewinner im Nikkei 225 ist der Autozubehör- und Elektrokonzern Clarion mit +3,70%, es folgen Pacific Metals mit +3,38%, die von Preissteigerungen bei den Metallen profitieren. Yamaha steigt 2,92%, Nippon Sheet Glass gewinnt 1,31% hinzu und Sharp geht mit +1% aus dem Handel.
Der marktbreitere Topix fällt 1,1% auf 829,22 Punkte. Andere Börsen im asiatisch- pazifischen Raum geben ebenfalls nach, der All Ordinaries in Sidney geht 0,65% schwächer aus dem Handel, Südkorea gibt 0,78% ab und Neu Seeland verliert 0,17%. Lediglich in Taiwan können die Kurse leicht zulegen, der erste Anstieg der Exporte seit 13 Monaten wurde positiv aufgenommen.
Bild: ©www.flickr.com/artemuestra
Diskussion zu diesem Artikel:
NEUE Umfrage
Laut Hedge-Fonds-Legende George Soros geht die in der Schuldenkrise von der EU verordnete Sparpolitik genau in die falsche Richtung. Führt Angela Merkel die Eurozone in eine Depression?
Ralf Kern,
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: