Jandaya Briefing - Spanien, Fitch, Frankreich/Bankenbeihilfe, Volkswagen, US-Konjunkturdaten

Kategorie: Marktberichte | Trackbox US | Top-Artikel | Marktberichte (Trackbox: Intraday Marktkommentierung) | Datum: 14.06.2012

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Die wichtigsten Meldungen des Tages:

Renditen für spanische Anleihen auf Rekordhoch

Investoren fordern nach den jüngsten Herunterstufungen des Schuldners Spanien höhere Risikoprämien. Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen steigt um 12 Basispunkte auf 6,80 Prozent, den höchsten Stand seit dem Euro-Beitritt.

Fitch fordert bei „Grexit“ entschlossene Reaktion von Staatschef und EZB

Die Ratingagentur Fitch fordert eine entschlossene Reaktion von den Staatschefs der Eurozone sowie der Europäischen Zentralbank (EZB), falls Griechenland aus dem Euro austritt. Eine am Mittwoch veröffentlichte Fitch-Analyse warnt vor massivem Bankenstress, der durch den so genannten Grexit ausgelöst würde. Dieser könnte auf die ohnehin schon geschwächten Euro-Länder wie Irland, Portugal, Spanien und Italien rasch übergreifen.

Frankreich plant erneuten Vorstoß bei direkter Bankenbeihilfe

Frankreich plant offenbar einen erneuten Vorstoß in Richtung direkte Bankenhilfen durch den Euro-Rettungsschirm ESM sowie eine Banklizenz für die EZB. Dies berichtet die „Financial Times“ (FT – Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Pariser Regierungskreise.

Griechenland: Chef der Linksradikalen will Euro behalten

Alexis Tsipras, Chef des griechischen Linksbündnisses Syriza, will bei einem Wahlsieg am Sonntag Griechenland in der Währungsunion halten. Das machte der Politiker in einem Gastbeitrag in der der „Financial Times Deutschland“ (FTD – Donnerstagausgabe) klar: „Um sämtliche Zweifel aus der Welt zu schaffen: Meine Partei, Syriza, tritt dafür ein, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt.“

EWU: Verbraucherpreisanstieg kühlt sich ab

Die Verbraucherpreise sind im Euroraum im Mai weniger deutlich gestiegen, als zuvor. Wie erwartet lag die jährliche Inflationsrate bei plus 2,4 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mitteilte. Im Vormonat hatte die Preissteigerungsrate noch bei plus 2,6 Prozent gelegen.

IfW hebt Wachstumsprognose für Deutschland an

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland im laufenden Jahr angehoben. Trotz der Krise rechnet das Institut nach 0,7 Prozent Wirtschaftswachstum nun mit 0,9 Prozent, wie es am Donnerstag mitteilte. Dies beruhe vor allem auf dem überraschend starken Start ins neue Jahr, betonte das Institut.

Volkswagen steigert Absatz erneut

Der Wolfsburger Autogigant Volkswagen (VW) konnte seinen Absatz in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres weiter steigern. Weltweit konnte der Konzern seinen Absatz vorläufigen Zahlen zufolge um 8,4 Prozent im Jahresvergleich auf 3,65 Millionen Einheiten steigern. Alleine im Mai 2012 stiegen die Auslieferungen um 7,8 Prozent auf 763.800 Fahrzeuge.

USA: Verbraucherpreise sinken im Mai zum ersten Mal seit 2 Jahren

In den Vereinigten Staaten sind die Verbraucherpreise im Mai 2012 zum ersten Mal seit zwei Jahren auf Monatssicht gesunken. Verantwortlich für den Rückgang war vor allem der sinkende Ölpreis. Gegenüber April verringerte sich das Preisniveau um 0,3 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten nur einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet.

USA: Situation am Arbeitsmarkt trübt sich leicht ein

Die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich in der vergangenen Woche leicht eingetrübt. Saisonbereinigt stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 9. Juni um 6.000 auf 386.000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Volkswirte hatten im Konsens mit 381.000 Anträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde unterdessen von 377.000 auf 380.000 revidiert.

USA: Leistungsbilanzdefizit höher als erwartet

Das US-Leistungsbilanzdefizit ist im ersten Quartal 2012 höher ausgefallen als erwartet. Der Fehlbetrag im Handel, bei Dienstleistungen und Übertragungen mit dem Rest der Welt belief sich auf 137,3 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Damit wurde das höchste Defizit seit dem vierten Quartal 2008 verzeichnet.

 

Die wichtigsten Meldungen der Vorbörse können Sie hier nachlesen Jandaya Wake Up Call: das Wichtigste der Vorbörse

Bild: ©flickr.com/arthur_chapman

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Über den Autor:

Christian Zoller,
Redakteur

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