Inverse Zinskurve läßt US-Markt einknicken

Kategorie: US-Markt News | Marktberichte | Trackbox US | Datum: 27.12.2005

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Der US-Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag zunächst von seiner besten Seite. In der zweiten Hälfte kippte die Stimmung aber abrupt ins Negative um, nachdem sich am Bond-Markt das Szenario einer sogenannten „inversen Zinskurve“ ergaben hatte. Erstmals seit fünf Jahren lag hier die Rendite auf Anleihen mit 10jähriger Laufzeit niedriger als bei 2jährigen Kurzläufern. Laut der gängigen Lehrmeinung weist ein solches Phänomen auf eine bevorstehende Rezessionsphase hin.

Zudem verwiesen einige Händler darauf, dass sich der US-Markt nach der Rallye der vergangenen zwei Monate nach wie vor in überkauftem Zustand befunden habe und deshalb für Korrekturen anfällig geworden sei. Unterstützung kam hingegen von der New York Mercantile Exchange. Hier waren die Erdgas-Notierungen um über 10 Prozent eingebrochen. Sollte diese Entwicklung weiter anhalten, dürften sich für die US-Haushalte in den kommenden Monaten spürbare Entlastungen bei den Heizkosten ergeben.

Der Dow Jones Index gab 0,97 Prozent auf 10.777 Punkte ab. Der breitere S&P 500 Index verlor 0,96 Prozent auf 1256 Stellen; der Nasdaq Composite fiel um 1,0 Prozent auf 2226 Zähler.

Dabei rutschten die Papiere des Internet-Handelskonzerns Overstock.com nach einer Gewinnwarnung um 7,4 Prozent auf 31,15 Dollar ab. Die Titel des größeren Konkurrenten Amazon.com wurden davon in Mitleidenschaft gezogen und verloren 1,34 Prozent auf 48,56 Dollar, obwohl der E-Commerce-Riese von einem Rekord-Weihnachtsgeschäft berichtet hatte. Guidant gaben 3,36 Prozent auf 64,75 Dollar. Der Medizintechniker hatte nach einer Gewinnwarnung wegen Qualitätsmängeln zudem noch eine Rüge der FDA erhalten. Sirius Satellite legten hingegen um 2,34 Prozent auf 6,99 Dollar zu, nachdem der Radioprogrammanbieter gemeldet hatte, inzwischen 3 Millionen Kunden gewonnen zu haben.

Der Euro verlor 0,1 Prozent auf 1,1832 Dollar. Februar-Gold legte um 4,90 auf 510,10 Dollar je Unze zu; der Februar-Rohölfuture verbilligte sich um 27 Cents auf 58,16 Dollar je Barrel.

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