New York (BoerseGo.de) – Die Insiderverkäufe in den USA haben jüngst stark zugenommen. Derzeit reduzieren die Mitarbeiter der US-Firmen, die ihre Aktiengeschäfte der Börsenaufsicht melden müssen, ihre Aktienbestände vergleichsweise stark wie zuletzt im Juli 2011, berichtet MarketWatch am Donnerstag.
Am 22. Juli 2011 fielen die Kurse damals bis zum 8. August 2011 auf ihr Jahrestief, bevor dann eine längere Seitwärtsphase am Markt einsetzte. Zwischen der letzten Juli-Woche und der zweiten August-Woche fiel der Dow Jones Industrial Average um rund 2.000 Punkte. Anfang August verloren die USA damals auch ihr Toprating „AAA“.
Das von Argus Research erhobene Verhältnis Verkäufe zu Käufe lag in der letzten Woche bei 5,77 zu 1. Unter den Insidern der Unternehmen an der New York Stock Exchange lag das Verhältnis bei 8,2 zu 1. Im November 2011 als der Dow Jones noch rund 1.600 Punkte niedriger notierte als aktuell, hat das Verhältnis bei 0,81 zu 1 gelegen. Es gab damals im Gegensatz zu jetzt mehr Käufe als Verkäufe.
Sollten die Insider recht behalten, wird die Luft am Aktienmarkt an der Oberseite deutlich dünner. Performance-Studien zeigen, dass die Insider aufgrund der guten Kenntnisse ihres Konzerns am Aktienmarkt regelmäßig höhere Renditen erwirtschaften als der Vergleichsindex.
Jens Lüders
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