Inflationssignale wirken sich längerfristig positiv auf Edelmetalle aus

Kategorie: Fonds-News | News Warenterminbörsen | Sektor Rohstoffe | Datum: 04.05.2012

Bad Salzuflen (BoerseGo.de) – Obwohl die europäische Schuldenkrise zuletzt wieder hoch gekocht ist und sich die US-Notenbank Fed erneut gegen eine Anhebung der Leitzinsen entschieden hat, bleibt die Nachfrage nach Gold schwach. „Das Thema Schuldenkrise und Niedrigzinsen ist längst kein (Kauf-) Argument mehr“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Investmentboutique Stabilitas. „Diejenigen, die sich gegen eine Eurokrise absichern wollten, haben das mit entsprechenden Goldinvestments bereits getan. Erst wenn neue Ereignisse eintreten, mit denen bisher keiner rechnet, kommen auch neue Anleger in den Markt“.

Der Goldpreis schloss im Monat April kaum verändert. „Dass der Preis nicht gefallen ist, liegt vor allem an der stabilen Goldnachfrage der Zentralbanken,“ erläutert Siegel. Zusammen mit China gleiche diese die teils rückläufige Nachfrage der indischen Schmuckindustrie aus. Dass Gold aktuell wenig Beachtung findet, verunsichert den Rohstoffexperten aber keinesfalls. „Das sind ganz normale Schwankungen und linear steigende Märkte gibt es bei keiner Assetklasse.“

Siegel ist sich bewusst, dass Anleger die Entwertung ihres Geldes zunehmend erkennen werden. Allein der Blick auf den Immobilienmarkt führe dies schon heute vor Augen: „Während Immobilienpreise in den vergangenen zehn Jahren nahezu unverändert blieben, steigen die Kauf- und Mietpreise seit zwei, drei Jahren in guten Lagen um zweistellige Raten an.“ Die anhaltende Niedrigzinspolitik in den USA bis mindestens Ende 2014 und die Politik der EZB setze klare Signale in Richtung Inflation, was sich längerfristig positiv auf Edelmetalle, Aktien und Immobilien auswirken werde.

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Bernd Lammert,
Redakteur

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