Inflationsängste nehmen deutlich zu

Kategorie: Geldanlage | Datum: 11.03.2010

Frankfurt (BoerseGo.de) – Während sich die Stimmung der Anleger im ersten Quartal 2010 leicht eingetrübt hat, steigt die Angst vor einer deutliche Inflation an. Das geht aus einer aktuellen Studie von Union Investment hervor. Demnach gehen 41 Prozent der Befragten von einer Aufwärtsbewegung in den nächsten sechs Monaten aus, ein Rückgang um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal. Mit einem konstanten Kursniveau rechnen 29 Prozent (Vorquartal 28 Prozent). Erheblich gewachsen sind dagegen die Inflationserwartungen. Der Anteil derer, die im nächsten halben Jahr steigende Preise erwarten, hat mit 58 Prozent den höchsten Wert der letzten sechs Quartale erreicht. Er stieg allein gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 11 Prozentpunkte.


Von denjenigen, die mit Preissteigerungen rechnen, machen sich 62 Prozent Sorgen um ihre Ersparnisse, bei den Frauen sogar 73 Prozent. Große Reaktionen der Anleger sind aber anscheinend nicht zu erwarten: 78 Prozent der Befragten beabsichtigen, ihr Spar- und Geldausgabeverhalten konstant zu halten. Obwohl die Mehrheit der Befragten neben Preissteigerungen keine steigenden Zinsen erwartet (54 Prozent), werden aktuell niedrig verzinste Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld von 57 Prozent beziehungsweise 54 Prozent der Befragten als attraktiv eingestuft.

Darüber hinaus wächst das Misstrauen gegenüber Renditeversprechen. Bei Renditen von fünf Prozent bis unter sieben Prozent pro Jahr bezweifeln 30 Prozent die Seriosität eines Investmentfonds. Acht Prozent der Befragten stellen bereits bei in Aussicht gestellten Renditen bis zu fünf Prozent die Seriosität eines Fondsangebots in Frage. Keinerlei Einschätzung können 14 Prozent der Befragten geben, bei den Frauen hat sogar fast jede Vierte (23 Prozent) keine konkreten Vorstellungen, welche Renditen mit Fonds realistisch erzielbar sind.

Bild: ©www.flickr.com/Smath.

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Über den Autor:

Martin Pachtner,
Redakteur

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