... dem letzten Aufbäumen der Bullen vor dem totalen Kollaps, einer Scheinblüte, die dem sterbenden System noch einmal zu einer letzten und äußerst trügerischen „Super-Hausse“ verhilft, kann die aus Furcht vor Geldentwertung ausgelöste Flucht in Sachwerte derart ausgeprägte Formen annehmen, dass dadurch die eigentlichen Probleme vollkommen überdeckt werden: Die Börsen steigen, obwohl sich die allgemeine Lage verschlechtert. Realwirtschaft und Börsenkurse driften auseinander.
Ausgangspunkt ist eine Konjunkturkrise, in der die Selbstheilungskräfte des Marktes nicht mehr helfen. Notenbanken und Regierungen versuchen dann, die Probleme zu lösen, indem sie immer mehr Geld in das System pumpen. Eine positive Wirkung auf die Realwirtschaft bleibt jedoch weitgehend aus.
Doch am Ende sind die Staatsfinanzen ruiniert und die riesigen Geldmengen geistern durch das System, auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten.
Sehr spät erkennen immer mehr Menschen, dass Papiergeld letztlich nur einen Materialwert besitzt, der praktisch bei Null liegt. Es beginnt eine Flucht in Sachwerte. Die Preise für Immobilien, Rohstoffe und Aktien gehen durch die Decke. Am Ende hilft nur noch eine Währungsreform.
Doch so weit ist es noch nicht. Auch sollte man sich nicht zu sicher sein, dass die Anleger schon jetzt aus Angst vor Inflation wie von Sinnen in Sachwerte investieren werden. Eine Katastrophenhausse, eine panikartigen Flucht in Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe etwa, würde zwangsläufig zu einem stark steigenden Ölpreis führen. Doch davon ist nichts zu sehen. Der Ölpreis dümpelt schon seit gut anderthalb Jahren lustlos vor sich hin
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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de
Andreas Hoose,
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Kommentare (1)
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- schrieb am 07.09.11 um 14:00 Uhr:
Andreas Hoose: Antizyklischer Börsenbrief