IWF fordert zu Asien wegen Boom und Inflation Ausstieg aus Stimulierung
Kategorie: Asien-News | Top-Artikel | Datum: 21.10.2010
Chinas Währung dürfte gegenüber den mittelfristig fundamentalen Aussichten des Landes auf einem substanziell niedrigen Niveau verharren. Nach einer in diesem Jahr vollzogenen Aufwertung des Yuan gegenüber dem Dollar um bislang 2 Prozent bleibe der Wert des Yuan real gesehen auf dem Niveau von Ende 1990. Eine höhere Wechselkursflexibilität stelle eine wichtige Voraussetzung zur Festigung der Geldpolitik in der Region dar.
Die Nullzinspolitik in den USA schüre die Rekord-Investitionen in rasch wachsenden Volkswirtschaften wie etwa Indien und China. Die Geschichte habe gelehrt, dass Asien während der Zeit von Boomphasen zur Aufnahme von Überschussliquidität neigt. Trotz der raschen Erholung liege das Niveau der Zinsen in den meisten Volkswirtschaften der Region unter dem Vorkrisen-Niveau. Dabei handle es sich mit wenigen Ausnahmen um Zinsniveaus, die sich mit einer stabilen Inflation schwer in Einklang bringen lassen. Der Bank of Japan sei jedoch zur Minderung von möglichen Abwärtsrisiken für die japanische Wirtschaft zur Fortsetzung ihrer Geldlockerung geraten. Der kurzfristige Ausblick für Asien bleibe mit der Erwartung von weiter hohem Wirtschaftswachstum positiv, heißt es gemäß einem Bericht von Bloomberg weiter vom IWF.
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