Amsterdam (BoerseGo.de) – Der vom Staat gestützte niederländische Finanzkonzern ING hat trotz Krise seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2011 gesteigert. Der Überschuss schoss um mehr als das Doppelte in die Höhe auf 5,77 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.
Im Schlussquartal sprang das Nettoergebnis sogar von 130 Millionen Euro auf 1,19 Milliarden Euro. Doch dies verdankte das Institut vor allem wegen des Verkaufs von Unternehmensteilen sowie der schwarzen Zahlen aus dem Bankgeschäft. Zudem lag es unter den Erwartungen der Analysten (1,89 Milliarden Euro).
Auf Griechenland-Anleihen musste das Unternehmen unterdessen 80 Prozent abschreiben, was ein Minus von 199 Millionen Euro verursachte. Der Verlust auf das US-Geschäft belief sich auf 1,1 Milliarden Euro.
Das bereinigte Nettoergebnis war somit bei minus 516 Millionen Euro negativ. Analysten hatten hier mit einem Gewinn von 362 Millionen Euro gerechnet.
Hinzu kommt, dass ING plant, noch 2012 die Schulden an den niederländischen Staat zurückzuzahlen. In Folge der Lehman-Brothers-Finanzkrise musste das Institut mit staatlichen Mitteln gerettet werden. Nun will ING die Finanzspritze von 10 Milliarden Euro wieder zurückzahlen und sich vom Staat lösen.
Susanne Schulz
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