Hoffen und Bangen um Griechenland

Kategorie: Marktberichte | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Marktberichte (Trackbox: Intraday Marktkommentierung) | Datum: 20.01. 13:16

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DJ XETRA-MITTAG/Hoffen und Bangen um Griechenland

FRANKFURT (Dow Jones) - Am deutschen Aktienmarkt treten die Kurse am Freitagmittag auf der Stelle. Das kann aber nicht über die Anspannung hinwegtäuschen. Die Blicke der Börsianer sind südwärts gerichtet, denn in Griechenland werden die Verhandlungen über eine Umschuldung der Verbindlichkeiten fortgesetzt. Jede Ankündigung einer Einigung mit den privaten Gläubigern würde von den Märkten positiv interpretiert, sagt George Saravelos von der Deutschen Bank. Das Wichtigste aus Marktsicht ist, eine ungeordnete Insolvenz zu vermeiden, denn dann wären erhebliche Verwerfungen zu erwarten.

Der DAX gibt gegen 13.00 Uhr um 0,1 Prozent oder 7 nach auf 6.409 Punkte nach. Nachdem er seit Jahresbeginn um über 8 Prozent zugelegt hat, sind die Gewinnmitnahmen aber nicht verwunderlich. Am Mittag verfallen noch Optionen auf den DAX, am Abend Optionen auf die Einzelaktien.

Commerzbank setzen ihre rasante Erholung fort. Die Analysten der WestLB sind zuversichtlich, dass die Bank die Lücke bis zum Stichtag 30. Juni 2012 ganz schließen kann. Eine Kapitalerhöhung dürfte dazu nicht erforderlich sein. Sie empfehlen die Aktie zum Kauf, die Anleger folgen ihnen: Commerzbank steigen um 6,5 Prozent auf 1,73 Euro.

ThyssenKrupp geben nach der Absage an eine Schließung der Werke in Brasilien und den USA etwas nach. "Besonders das Werk in Brasilien steckt so voller technischer Probleme, dass man es eigentlich nur verkaufen oder schlimmstenfalls schließen kann", sagt ein Händler. ThyssenKrupp büßen 0,6 Prozent auf 20,83 Euro ein. Bayer fallen um 2 Prozent auf 53,10 Euro, nachdem die Analysten von Nomura die Aktien auf "Neutral" abgestuft haben. Auch Siemens neigen mit 0,5 Prozent Verlust auf 78,00 Euro zur Schwäche. Der US-Konkurrent General Electric (GE) hat die Erwartungen des Marktes nicht ganz erreicht.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen will die Fördersätze künftig monatlich prüfen und möglicherweise stärker als bisher erwartet. Das bringt die Solarwerte unter Druck. SolarWorld sinken um 7,9 Prozent auf 3,98 Euro, Wacker Chemie als Zulieferer geben um 4,9 Prozent auf 72,76 Euro nach.

DJG/mif/raz

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Bild: ©flickr.com/Travel Aficionado

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