Hochkonjunktur der Verschwörungstheorien
Kategorie: Kreuz&Quer - Skurriles & Schmunzeln | Datum: 16.05.2011
Die Verschwörungstheoretiker haben Hochkonjunktur. Der Tod des Al-Kaida-Terroristenführers Osama bin Laden lässt im Web die wildesten und bizarrsten Theorien blühen. Das unerwartete Ableben, die schnelle Seebestattung und das Zurückhalten eines Beweisfotos geben nun Raum für die merkwürdigsten Verschwörungstheorien.
Vor allem der DNA-Test hat es den Ungläubigen angetan. Ein solcher Test brauche mehr Zeit, als zwischen dem Ableben des Terrorfürsten, dessen Seebestattung und der Veröffentlichung der Nachricht lag. Generell wird auch bezweifelt, ob bin Laden evtl. überhaupt in Pakistan war – vielleicht starb also gar niemand, bzw. jemand anders. Immerhin die Anhänger der amerikanischen Tea-Party-Bewegung meinen sogar, bin Laden sei bereits 2001 gestorben.
Argwöhnt wird auch die seltsame Seebestattung. Sie sei erstens ungewöhnlich im Islam, und dann habe sie rund 1.000 Kilometer von bin Ladens letzter Residenz gelegen. Hier wird ein Zeitproblem erkannt, verbunden damit, dass auch noch die DNA-Analyse dazwischen gelegen haben soll. Ach ja, und generell wird oft angemerkt, dass bin Laden möglicherweise überhaupt Fiktion gewesen sei.
Eine interessante Zusammenfassung der kruden Verschwörungstheorien haben die Kollegen des Medien-Portals Meedia zusammengetragen. Das von einem britischen Journalisten klasse konzipierte Buch »Verschwörungen, die 100 spektakulärsten Fälle« dürfte wohl bald ein Update bekommen. Aber Bücher über Verschwörungstheorien haben ohnehin derzeit Hochkonjunktur – das Internet macht’s möglich. (eh)
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