Henkel will gegen französisches Kartellurteil klagen

Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Datum: 08.12.2011

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Düsseldorf (BoerseGo.de) – Der Waschmittelhersteller Henkel will gegen den Entscheid des französischen Kartellamtes Klage erheben. Wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte, wolle er gegen das Urteil der französischen Kartellbehörde rechtlich vorgehen. Zugleich betonte das Unternehmen in der Pressemitteilung, dass der Ausblick 2011 sowie die Finanzziele 2012 von dem Bußgeld unberührt blieben. Auf den deutschen Persil-Hersteller Henkel entfiel eine Geldbuße von 92,3 Millionen Euro.

Die Behörde hatte früher am Donnerstag mehrere Hersteller von Waschmittel – darunter auch Henkel - wegen Preisabsprachen zu einer Strafe von insgesamt 361,3 Millionen Euro verdonnert. Im Zeitraum von 1997 bis 2004 sollen die Unternehmen Henkel, Procter & Gamble, Colgate Palmolive und Unilever gemeinsam in Frankreich ein Preiskartell errichtet haben.

Der deutsche Dax-Konzern schrieb in seiner Pressemitteilung: „Henkel ist weder mit dem Bußgeld noch mit der rechtlichen Bewertung einverstanden.“ Daher wolle der Konzern klagen. In dem Urteil der Behörde sei die „umfangreiche Kooperation“ Henkels mit der Behörde während des Prozesses nicht ausreichend berücksichtigt worden. Außerdem stehe nach Auffassung der Düsseldorfer Konzernzentrale der Kartellverstoß mit dem bereits im April von der EU-Kartellbehörde verhandelten Fall im Zusammenhang. Damals wurde Henkel volle Bußgeldfreiheit gewährt.

Der Behörde zufolge hätten die Unternehmen ihre Werbestrategien und Preise auf einander abgestimmt. „Zwischen 1997 und 2004 fanden mehrmals jährlich geheime Treffen der vier Hersteller in Restaurants und Hotels statt, bei denen die Preise und die Werbestrategien besprochen wurden“, zitierte Reuters am Donnerstag die Kartellbehörde weiter.

Am meisten muss der US-Konzern Procter & Gamble mit 233,6 Millionen Euro zahlen. Unilever war der Meldung nach zwar ebenfalls an dem Kartell beteiligt, wurde jedoch nicht mit einer Strafe belastet, da es sich selbst bereits 2008 angezeigt hatte.

Bild: ©iStockphoto.com/liveostockimages

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