Die Behandlung von Krankheiten mit Hilfe von Pilzen – Mykotherapie bzw. Pilzheilkunde – ist auf dem Vormarsch. Sie wirkt ganzheitlich, individuell und natürlich. Ihr Ursprung liegt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die sich nun auch hierzulande immer stärker durchsetzt. Dort spielen Pilze schon seit vielen Jahrhunderten eine große Rolle in der Gesundheitsvorsorge sowie bei der Behandlung vieler Leiden und Erkrankungen. Auch wenn die Mykotherapie innerhalb der ganzheitlich orientierten Medizin noch ein relativ junger Begriff ist, so wächst hierzulande ihre Bedeutung.

Stärkende Wirkung auf die Lunge: Heilpilz Cordyceps (Bild: MykoTroph Institut)
Auch typische Büroarbeiter wie Trader, Journalisten oder Vermögensverwalter dürfte es überdurchschnittlich oft treffen. Denn die traditionellen Vorbeugungsmaßnahmen gegen Erkältung wie regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, gesunde und vitaminreiche Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse, Stressvermeidung, Wechselduschen und Saunabesuche sind hier wohl seltener angesagt.
Eine intakte Körperabwehr kann die eindringenden Viren und Bakterien nämlich schon an den Schleimhäuten unschädlich machen und der Ausbruch einer Erkältung kann verhindert oder zumindest im Verlauf abgeschwächt werden.
Unterstützend für eine intakte Körperabwehr können nach neuesten Erkenntnissen Heilpilze zum Einsatz kommen. Sie gelten laut dem MykoTroph Institut als »echte Power-Pakete aus der Natur«, deren antioxidatives, antivirales und antibakterielles Potenzial effektiv vor Erkältungsviren und bakteriellen Infektionen schützt.
Bei Schnupfen, bakteriellen Atemwegsinfektionen, aber auch bei einer »echten« Virus-Grippe soll sich die Therapie mit einer Mischung aus Cordyceps und Reishi empfehlen. Außerdem habe sich die Einnahme des Coriolus sehr bewährt. Dem Cordyceps wird in der TCM eine stärkende Wirkung auf die Lunge und außerdem auch auf die Nierenenergie zugesprochen: Eine schwache Nierenenergie wird in der TCM mit kalten Händen und Füßen in Verbindung gebracht.
Man geht davon aus, dass der gesamte Organismus unter dieser Kälte leidet und hierdurch unter anderem auch für grippale Infekte und Atemwegserkrankungen empfänglicher wird. Während der Cordyceps also lungen- und nierenstärkend wirkt, regeneriert der Reishi – auch bekannt als der Pilz des ewigen Lebens – die Atemwege, wirkt antientzündlich, antibakteriell und antiviral. Er verbessert durch effektivere Zellatmung die Sauerstoffversorgung und sorgt für bessere Fließeigenschaften des Blutes. Beide Heilpilze stärken so effektiv die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers.
Dass Pilze unglaubliche Wirkungen entfalten können, beschreibt auch Christian Rätsch in seinem Buch »Pilze und Menschen: Gebrauch, Wirkung und Bedeutung«. Manche werden regelrecht als »Zauberpilze« aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung beim therapeutischen Einsatz bezeichnet. (eh)
Engelbert Hörmannsdorfer,
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