Heidelberg (BoerseGo.de) – Der Druckmaschinenhersteller hat in seinem dritten Quartal einen geringeren Verlust ausgewiesen, als zunächst befürchtet. Wie der MDax-Konzern am Mittwoch bei Vorlage der endgültigen Quartalszahlen mitteilte, wurde nach einem Überschuss von 9,4 Millionen Euro nun zwischen Oktober und Dezember 2011 ein Fehlbetrag von minus 13,8 Millionen Euro erzielt.
Die Nachfrage aus den Industrieländern war stark rückläufig gewesen und führte erneut zu einem Rückgang der Bestellungen von 684 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 642 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse verringerten sich von 687 Millionen auf 631 Millionen Euro. Dennoch übertrafen die Werte die Vorabberichte des Unternehmens. Operativ verdienten die Heidelberger 2 Millionen Euro nach 15 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Aufgrund der konjunkturellen Aussichten geht der Konzern davon aus, dass sich
die Nachfrage im verbleibenden Geschäftsjahr schwächer entwickelt als ursprünglich erwartet, sich Umsatz und operatives Ergebnis nicht auf dem von Heidelberg angestrebten Niveau bewegen und somit das ursprüngliche Ziel eines ausgeglichenen Vorsteuerergebnisses nicht erreicht werden kann. Das Unternehmen rechnet aber damit, im Gesamtjahr 2011 / 2012 gegenüber dem Vorjahr ein spürbar verbessertes Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse zu erzielen.
Dank der verringerten Verschuldung werde das Finanzergebnis wesentlich weniger belastend wirken als im Vorjahr, hieß es weiter in dem Bericht. Heidelberg halte zudem an seinen mittelfristigen Profitabilitätszielen fest, auch wenn sich die geplante Umsatzsteigerung auf über 3 Milliarden Euro aufgrund der Nachfrageschwäche zeitlich verzögern sollte. Das im Geschäftsjahr 2013 / 2014 angestrebte operative Ergebnis vor Sondereinflüssen von rund 150 Millionen Euro soll mithilfe eines Sparprogramms erreicht werden.
Bereits Mitte Januar hatte Heidelberger Druck über die Einzelheiten des Sparprogramms, das den Abbau von 2.000 Stellen umfassen wird, berichtet. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern laufen momentan.
Susanne Schulz
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