New York (BoerseGo.de) – Die Hedgefonds haben in der vergangenen Woche weiter auf steigende Rohstoffpreise spekuliert, obwohl sich die Rohstoffe zuletzt auf breiter Basis schwach gezeigt haben. Nach klassischer Definition ist der Rohstoffmarkt letzte Woche in den Bärenmarkt gewechselt.
„Einige Marktteilnehmer hatten weitere stimulierende Maßnahmen der US-Notenbank erwartet. QE3 wurde jedoch nicht beschlossen. Die nächste Zeit dürfte volatil bleiben. Es stellt sich die Frage, wo die Wachstumstreiber liegen könnten“, zitierte Bloomberg Jeffrey Sherman von DoubleLine Capital, die 37 Milliarden US-Dollar an Kapital verwalten.
Die Hedgefonds und Vermögensverwalter erhöhten ihre Netto-Longpositionen in 18 US-Futures und Optionen in der Woche zum 19. Juni um 7,0 Prozent auf 628.560 Kontrakte. Damit liegt der höchste Wert seit vier Wochen vor, zudem kam es erstmals seit Ende Februar zwei Wochen in Folge zu einem Positionsaufbau.
Der Standard & Poor’s GSCI Spot Index, der 24 Rohstoffe abbildet, fiel letzte Woche um 3,2 Prozent. Seit dem Hoch im Februar hat der Index um 21 Prozent nachgegeben. Bei Kursrückgängen ab 20 Prozent spricht man im allgemeinen Sprachgebrauch von einem Bärenmarkt.
