Hannover (BoerseGode) - Die Hannover Rück hat ihr Geschäftsportfolio in Großbritannien erweitert. Neu rückversichert wird ein Großteil der bisher vom Versicherer Legal & General getragenen Pensionsverpflichtungen für rund 11.500 Mitarbeiter des britischen Industrieunternehmens Pilkington mit einem Volumen von knapp 1 Milliarde britischen Pfund. Dies teilte die Gesellschaft am Montag mit. Es handelt sich um einen Bestand, bei dem sich alle Personen im Rentenbezug befinden.
Damit stehe die Hannover Rück für das Risiko gerade, dass die Pensionäre länger leben als erwartet und dadurch länger Renten beziehen, so der MDax-Konzern. Die Risiken aus der Anlage der Gelder und der Inflation muss das Unternehmen nicht tragen. „Mit dieser Transaktion festigen wir unsere führende Position im attraktiven Markt für Langlebigkeitsrisiken“, sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Wallin. „Auch für die Zukunft erwarten wir gute Geschäftsmöglichkeiten, da der Wunsch von Unternehmen, ihre direkten Pensionsverpflichtungen zu begrenzen, zunehmen sollte“.
Die Hannover Rück rechnet für die gesamte Laufzeit mit Prämieneinnahmen in Höhe von 800 Millionen Pfund, davon 60 Millionen im laufenden Jahr. "Die Übernahme von Langlebigkeitsrisiken sei auch im Rahmen des Risikomanagements attraktiv, da Langlebigkeitsrisiken negativ korreliert zu Sterblichkeitsrisiken sind und so zu einer besseren Diversifizierung des Portefeuilles beitragen", betonte der Rückversicherer.
Bernd Lammert
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