Düsseldorf (BoerseGo.de) - Die beiden weltgrößten Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck und Manroland werden laut "Handelsblatt" nicht fusionieren. Die geplante Fusion sei überraschend von Manroland abgesagt worden, berichtet die Zeitung. Entscheidend sei die desolate wirtschaftliche Lage von Heidelberger Druck gewesen. Eine Wiederaufnahme der Verhandlungen werde zwar nicht ausgeschlossen, sei aber unwahrscheinlich, so die Zeitung. Als treibende Kraft hinter den Fusionsverhandlungen galt die Allianz. Der Versicherungskonzern hält die Mehrheit an Manroland und einen Minderheitsanteil an Heidelberger Druck.
Erst am Freitagabend hatte Heidelberger Druck Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2009/2010 vorgelegt. Nach den vorläufigen Berechnungen lagen der Auftragseingang mit rund 530 Millionen Euro und der Umsatz mit rund 500 Millionen Euro nochmals unter den ohnehin schon niedrigen Wertes des Vorquartals. Auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres sei noch nicht mit einer Steigerung des Investitionsniveaus in der Printmedien-Industrie zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.
Der Vorstand geht deshalb davon aus, dass sich das Auftrags- und Umsatzniveau auch in den Folgequartalen nicht wesentlich erhöhen und damit unter den eigenen Erwartungen liegen wird. Im gesamten Geschäftsjahr werde der Umsatz deshalb "deutlich" unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Vorstand rechnet aufgrund dieses niedrigen Umsatzvolumens mit einem negativen Betriebsergebnis (EBIT) zwischen minus 110 Millionen Euro und minus 150 Millionen Euro.
HB: Fusion von Heidelberger Druck und Manroland gescheitert
Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Datum: 13.10.2009
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