Athen (BoerseGo.de) – Die privaten Gläubiger des griechischen Staates sind bei den Verhandlungen über einen freiwilligen Schuldentausch offenbar zu Zugeständnissen bereit. Wie die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Freitag berichtet, wollen die Gläubiger für die neuen Anleihen nun offenbar doch einen Zinssatz von unter vier Prozent akzeptieren. Zuletzt sei bei den Verhandlungen in Athen ein Durchschnittszins von 3,7 bis 3,8 Prozent diskutiert worden, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf einen Informanten.
Im Gegenzug für das Zugeständnis wolle der Bankenverband IIF aber eine Kopplung des Zinssatzes an die wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands erreichen. So sollen die privaten Gläubiger von höheren Zinsen profitieren, wenn die griechische Wirtschaft wieder wächst. Bisher hatten die privaten Gläubiger einen Zinskupon der neuen Anleihen von mindestens vier Prozent gefordert. Der IWF und Deutschland wollten einen Zinssatz von unter 3,5 Prozent erreichen, damit die Schuldentragfähigkeit Griechenlands langfristig gesichert ist.
Oliver Baron,
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