Greenspan: US-Konjunkturwachstum vor Abschwung/Aktienrückgänge eine Gefahr

Kategorie: US-Markt News | Trackbox US | Top-Artikel | Datum: 08.02. 11:05

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New York (BoerseGo.de) - Der frühere Chef der US-Notenbank Alan Greenspan sieht die Erholung der US-Wirtschaft vor einer Verlangsamung und auf schwere Zeiten zusteuern. Er  wäre zudem in Sorge, falls der Aktienmarkt seinen jüngsten Abschwung zur Fortsetzung bringt. Der Rückgang der Kurse stelle ein mehr als warnendes Zeichen dar. Es müsse erinnert werden, dass es sich bei Marktwerten und der Werthaltigkeit von Aktien nicht gerade um Papiergewinne handelt. Stattdessen hätten diese Faktoren tiefgreifende Einflüsse auf die wirtschaftlichen Aktivitäten. Die Arbeitslosigkeit dürfte in diesem Jahr bei rund 9-10 Prozent verbleiben. Es sei schwer vorherzusagen, ob der Fall eintritt, dass die Arbeitslosigkeit vor einer baldigen Verringerung steht. Der Kongress könne durch die Verabschiedung von Steuersenkungen für Kleinunternehmen die bislang nützlichste Maßnahme zur Schaffung von Arbeitsplätzen setzen. Dabei handle es sich um einen großen impulsgebenden Faktor. Unternehmen würden aber so lange nicht neue Leute einstellen, bis deren Geschäft nicht entsprechende Aufträge erhält. Das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal habe eine Unterstützung durch den Lagerbestandsaufbau erhalten. Dadurch gebe es einen Anhaltspunkt, dass die US-Wirtschaft Ende 2009 die Munition verschossen hat. Dies bedeute, dass das Wirtschaftswachstum ab nun voraussichtlich an Schwung verliert. im Bereich des Immobilienmarkts hätten die Hauspreise die Talsohle erreicht. Wegen des riesigen Haushaltsdefizits der Regierung von mehr als einer Billion Dollar bedürfe es Steueranhebungen. Im übrigen bedrohe das Defizit das Ansehen der Finanzmärkte des Landes. “Ich habe keine Zweifel darüber, dass dem riesigen Haushaltsdefizit mit Steuersenkungen begegnet werden muss, aber wir können nicht zur Gänze auf die Steuerseite greifen, zumal dadurch das Wirtschaftswachstum wesentlich in Mitleidenschaft gerät. Das Steueraufkommen und die Einnahmen würden dann geringer als erwartet ausfallen”, führte Greenspan gemäß Bloomberg gegenüber NBC weiter aus.
Bild: ©www.flickr.com/Mike Licht, NotionsCapital.com

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Über den Autor:

Christoph Huber,
Redakteur

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