New York (BoerseGo.de) - Der US-Bankenriese Goldman Sachs blickt zum dritten Quartal auf ein weiteres phänomenales Handelsergebnis zurück. Dieser Trend basiere auf der anhaltenden Flutung des Finanzsystems durch Notenbanken mit billigem Geld. Zuletzt beendete die Federal Reserve ihr 300 Milliarden Dollar schweres Programm zum Ankauf von US-Staatsanleihen. Zudem ist die Fed dabei das bis Ende März laufende 1,25 Billionen Dollar schwere Programm zum Aufkauf von Hypothekenpapieren zur Vervollständigung zu bringen. Durch diese Kaufprogramme werden die Marktzinsen auf niedrigem Niveau gehalten. Als Profiteure gelten die Banken. Gleichzeitig findet gemäß einem Bericht von FT.com eine Wette statt, dass die Verhältnisse zwischen den Kursen von Anleihen und den anderen festverzinslichen Wertpapieren vor einer Normalisierung stehen.
Die am Vortag von Goldman Sachs im Rahmen einer Mitteilung an die Börsenaufsicht veröffentlichte Handels-Performance weist für die abgelaufene Periode nur einen einzigen Verlusttag aus. Das vorangegangene zweite Quartal ging mit zwei Verlusttagen einher. Im dritten Quartal wurden weiters an 36 von 65 Handelstagen mehr als 100 Millionen Dollar verdient. An mehr als acht von 10 Handelstagen stand ein Gewinn von mehr als 50 Millionen Dollar zu Buche.
Ein Teil dieser Zahlen liegt unter den Ergebnissen vom zweiten Quartal, zumal von April bis Juni die Bank an 46 Tagen einen Gewinn von jeweils 100 Millionen Dollar einstreifte. Die etwas geringere Anzahl von Tagen mit 100 Millionen Dollar-Profite im dritten Quartal sei vor allem auf die Entscheidung zur Drosselung von Risiken in Feldern wie etwa Zinsen und Anteilskapital zurückzuführen. Der Handelsgewinn aus Krediten verdoppelte sich aber von einer Milliarde Dollar im zweiten Quartal auf 2 Milliarden Dollar. Die Profite aus Beteiligungen legten um rund 25 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zu.
Christoph Huber,
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