Während die langfristig positive Entwicklung des Edelmetalls nicht in Frage gestellt wurde, könnte sich ein solcher Keil nun aber auch auf übergeordneter Ebene ausprägen. Noch sind die dafür notwendigen Faktoren aber nicht erfüllt, denn zum Wesen einer solchen Formation gehört ein Ausbruch nach oben, der aber nicht bestätigt wird und dem in einem zweiten Schritt unter idealtypischen Bedingungen ein Bruch der unteren Geraden folgt. Solange die Notierungen für die Feinunze nicht unter 1.180 USD fallen, lässt sich unter mittelfristigen Gesichtspunkten also kein negatives Szenario ausmachen. Kurzfristig scheinen die Kurse zudem durch eine Unterstützung bei 1.210 USD gut abgesichert zu sein
Die Konstellation der Indikatoren sorgt hingegen für deutliche Skepsis, denn die Linien des MACD zeigen durch ihre abfallenden Hochpunkte eine Divergenz an. Eine solche Divergenz ist oft Vorbote einer Korrektur. Da es sich hierbei um einen mittel- bis langfristig orientierten Indikator handelt, wäre auch das daraus resultierende Signal in dem ü- bergeordneten Betrachtungszeitraum anzusiedeln. Daneben rangiert der DSS seit geraumer Zeit im überkauften Bereich und fordert damit eine zyklische Schwäche. Ein Signal hat der Oszillator aber noch nicht generiert.
Fazit: Investoren sollten den Goldpreis in den kommenden Wochen genauer beobachten, denn mit der nächsten - dem ersten Anschein nach - kurzfristigen Korrektur könnte auch ein übergeordneter Trendwechsel eingeleitet werden. Verluste bis 1.210 USD sollten in diesem Zusammenhang als normales Atmen des Marktes angesehen werden. Preise darunter trüben das Bild ein, doch werden Verkaufsignale erst bei Goldkursen unter 1.180 USD generiert.

Quelle: WGZ-Bank
externer Redakteur
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