Zürich (BoerseGo.de) - Der Abwärtstrend des Goldpreises ist in den letzten zwei Handelstagen mit dem zunehmenden Verkaufsdruck bei den riskanteren Anlagen zum Stillstand gekommen. Am Mittwoch und Donnerstag stellten sich erstmals seit April wieder größere Tagesgewinne ein. Laut Einschätzung der Analysten der Credit Suisse (Research Daily) stehen die Anleger derzeit vor der Frage, ob sie sich in Gold in einem Umfeld mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone einkaufen sollen.
Die Ratingagentur Fitch senkte gestern die Kreditwürdigkeit Griechenlands von „B-„ auf „CCC“, da sie eine erhöhte Gefahr eines Austritts aus dem Euro-Raum nach den Neuwahlen im Juni sieht. Moody’s reduzierte zudem die Bonität von 16 spanischen Banken sowie vier Kommunen, da sich die Bonität der spanischen Regierung verschlechtert hat.
Sollte sich die Eurokrise verstärken, könnte wieder die Eigenschaft von Gold als „Sicherer Hafen“ in den Vordergrund treten, so die Meinung. Belastend wäre dagegen, wenn sich die Stärke des US-Dollars noch weiter fortsetzen würde. Technisch sei das Momentum noch negativ. Ein Wochenschluss über 1.550 US-Dollar wäre aber positiv zu beurteilen. Die nächsten Unterstützungen sehen die Experten bei 1.540 und 1.536 US-Dollar.
