Die Analysten des Börsenbriefs „Der Goldreport“ gehen davon aus, dass Griechenland aufgrund des am Wochenende beschlossenen Sparpakets mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Finanzspritzen seitens der Troika erhalten wird.
Die vom griechischen Parlament in der Nacht zum Montag beschlossenen Einschnitte sehen unter anderem Kürzungen beim Mindestlohn und bei den Renten sowie die Entlassung von 150.000 Staatsdiensteten bis zum Jahr 2015 vor. Davon sollen bereits in diesem Jahr etwa 15.000 Posten abgebaut werden. Voraussichtlich am Mittwoch wird Griechenland von der Troika weitere Kredithilfen in Höhe von mindestens 130 Milliarden Euro bewilligt bekommen.
Der Euro reagierte auf die Entscheidung des griechischen Parlaments gegenüber dem US-Dollar mit Kursgewinnen. Deshalb sei auch der Goldkurs am Montag mit nach oben gezogen worden, so die Erklärung der Analysten.
Durch die am Wochenende beschlossenen Sparmaßnahmen in Griechenland werde wieder „ein Stückchen Zeit gekauft und die Insolvenz aufgeschoben aber nicht aufgehoben“, so die Meinung der Analysten. Man bleibe daher für den Goldmarkt grundsätzlich optimistisch gestimmt.
Jens Lüders
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