Die Rohstoffexperten von Barclays Capital sehen das fundamentale Umfeld für den Goldmarkt derzeit als neutral an. Die charttechnische Lage und das makroökonomische Zinsumfeld werden als bullisch klassifiziert, so die Einschätzung im „Gold Delta“ für die laufende Woche.
Der wöchentliche Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in der letzten Woche den Verkauf von 3,3 koz Gold angezeigt. Insgesamt finden jedoch kaum Verkäufe seitens der Zentralbanken statt. Als positiv erachten die Experten derzeit die anhaltend negativen Realzinsen. Goldinvestoren entgehen so keine sicheren Zinserträge. Zudem erhöht die globale Null-Zinspolitik die Inflationsgefahren.
Die jüngsten Produktionsdaten aus Peru zeigten für Dezember einen Anstieg der Goldproduktion im Jahresvergleich um 6,9 Prozent auf 13,7 Tonnen. Im Gesamtjahr wurden 164 Tonnen Gold gefördert.
Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie berichtete für Dezember im Jahresvergleich einen Anstieg der Goldproduktion um 15,7 Prozent auf 37,6 Tonnen. Im Gesamtjahr 2011 stieg die Produktion um 5,9 Prozent auf einen Rekordwert von 360,95 Tonnen. Barclays Capital erwartet, dass China auch im Jahr 2012 der größte Produzent der Welt bleiben wird.
Im Jahresschnitt soll Gold nach Meinung der Experten bei 1.875 US-Dollar je Unze notieren. Aktuell notiert der Kurs bei 1.716 US-Dollar. Widerstände sehen die Analysten bei 1.763 sowie 1.803 US-Dollar. Unterstützung wird im Bereich von 1.680 US-Dollar je Unze lokalisiert.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
Jens Lüders
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: