Triest (BoerseGo.de) – Der italienische Versicherungskonzern Generali hat wegen der europäischen Staatsschuldenkrise im dritten Quartal einen kräftigen Gewinneinbruch verbucht. Unter dem Strich verschlechterte sich der Gewinn von 439,8 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 19,5 Millionen Euro, wie Generali am Freitag mitteilte. Die Analysten hatten im Schnitt mit 48,6 Millionen Euro deutlich mehr erwartet. Das operative Ergebnis ging von 996,8 Millionen Euro auf 692,2 Millionen Euro zurück. Die Prämieneinnahmen betrugen 15,47 Milliarden Euro, nach 15,70 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.
Verantwortlich für den Ergebnisrückgang waren unter anderem Abschreibungen auf Aktien, Staatsanleihen und andere Vermögenswerte. In den ersten neun Monaten beliefen sich die negativen Wertkorrekturen auf 824 Millionen Euro, davon entfielen allein 329 Millionen Euro auf griechische Staatsanleihen. Die Schaden-Kosten-Quote bei Schaden- und Unfallsversicherungen, die das Verhältnis von Kosten zu Prämieneinnahmen angibt, verbesserte sich im dritten Quartal von 98,8 Prozent auf 96,6 Prozent.
Für das Gesamtjahr rechnet Generali nun damit, beim operativen Gewinn eher das untere Ende der bisher in Aussicht gestellten Spanne von 4,4 bis 4,7 Milliarden Euro zu erreichen.
Oliver Baron,
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