Frontier Markets: Wachstumsmärkte mit großem Potential
Kategorie: Produktvorstellung | Datum: 16.08.2010
Herr Stumpf, Investitionen in Schwellenländer sind inzwischen auch unbedarften Anlegern ein Begriff. Nun rücken zunehmend die so genannten Frontier Markets in das Blickfeld der Investoren. Wie bewerten Sie die Wachstumschancen in diesen Pioniermärkten?
Thomas Stumpf: Für uns sind Länder in Regionen wie dem Mittleren Osten und Osteuropa Standorte, an denen sich Investitionen lohnen. Wir sprechen daher hier von „neuen Wachstumsmärkten“, die großes Potential haben. Dort gibt es in Segmenten wie Infrastruktur, Immobilien und auch im Gesundheitssektor einen großen Nachholbedarf. Das unterscheidet sie von den Verdrängungsmärkten in stärker entwickelten Ländern.
Was zeichnet die Frontier Markets aus Anlegersicht aus?
Thomas Stumpf: Viele versprechen hohe Wachstumsraten. Die Frontier Markets stehen im Vergleich zu den etablierten Schwellenländern teilweise noch ganz am Anfang. So ist die Binnennachfrage in vielen dieser Staaten noch unterentwickelt, in den bereits genannten Segmenten besteht ein großes Entwicklungspotential.
Für ein direktes Engagement in den Frontier Markets, wie wir es anbieten, gibt es drei klare Erfolgsfaktoren: ein bewährtes und hochwertiges Partnernetzwerk vor Ort, eine enge Einbindung der Partner in die Projekte sowie ein signifikantes eigenes finanzielles Engagement in den Projekten selbst.
Inzwischen gibt es diverse Aktienfonds zu dem Thema Frontier Markets. Direkte Investitionen bleiben für Privatanleger schwierig. Wie sieht Ihr Angebot in diesem Segment aus?
Thomas Stumpf: Unsere Anleger investieren in greifbare Sachwerte. Unsere geschlossenen Beteiligungsmodelle in Ländern wie Abu Dhabi oder Rumänien bestehen aus sorgfältig ausgewählten Projekten in den jeweiligen Zielmärkten. Dabei konzentrieren wir uns auf die Kernfelder Immobilien, Infrastruktur und Gesundheit. Unsere Kunden investieren dabei direkt in professionell gemanagte Projektentwicklungen. Diese werden nach einem ausführlichen Projektprüfungsprozess durch ein erfahrenes Managementteam ausgewählt. Ein besonderer Vorteil: Die Projekte korrelieren als geschlossene Fonds nicht mit den Aktienmärkten und bieten als Sachinvestments eine Absicherung gegen Inflation.
Rumänien beispielsweise ist - zumal als EU-Mitglied - den hiesigen Anlegern durchaus ein Begriff, während die Vereinigten Arabischen Emirate auf den ersten Blick als exotisches Investitionsziel erscheinen. Wo sehen Sie besondere Chancen im Nahen Osten und speziell in diesem Markt?
Thomas Stumpf: Abu Dhabi ist das größte und reichste der sieben arabischen Emirate. Die Gesundheitsversorgung liegt dort allerdings auf einem Niveau, das mit Deutschland in den 1960er Jahren vergleichbar ist. Unsere beiden Fonds SHEDLIN Middle East Health Care 1 und 2 investieren daher in ein deutsches Ärztehaus und eine Klinik mit deutschem Know-how, deutschen Ärzten und deutschem Pflegepersonal in Abu Dhabi. Dafür gibt es eine starke Nachfrage. Denn der Gesundheitstourismus von wohlhabenden Arabern nach Deutschland ist groß, weil die Behandlung hier von ihnen sehr geschätzt wird. Dieses Angebot werden sie in Zukunft auch im eigenen Land vorfinden.
Beim Thema Nahost stellt sich die Frage nach den politischen Risiken. Wie sind diese tatsächlich einzuschätzen?
Thomas Stumpf: Den Menschen in Abu Dhabi geht es wirtschaftlich sehr gut. Die konservative Regierung achtet sehr auf Stabilität und ein gutes Investitionsklima. Für politische Risiken oder ein Erstarken radikaler islamischer Kräfte gibt es aktuell keinerlei Anzeichen.
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