New York (BoerseGo.de) - Der staatlich kontrollierte Hypothekenfinanzierungsriese Fannie Mae musste im zweiten Quartal mit einem Nettoverlust von 14,8 Milliarden Dollar bzw. 2,67 Dollar je Aktie einen weiteren schweren Fehlbetrag hinnehmen. Der kräftige Minussaldo sei vor allem auf die steigende Arbeitslosigkeit, einer weiteren Verschlechterung der Bedingungen im Hausmarkt und eine damit verbundene weitere Verschlechterung der Kreditqualität zurückzuführen. Ein Verlustzuwachs um 12,5 Milliarden Dollar basiere auf einen 13,4 Milliarden Dollar schweren Kostenzuwachs für Kredite. Ein Anstieg des Nettozinseinkommens um 1,7 Milliarden Dollar verschaffte nur eine geringe Kompensation. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wies Fannie Mae einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar bzw. 2,54 Dollar je Aktie aus.
Wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss weiter mitteilte, wird das Finanzministerium um eine weitere Finanzspritze in Höhe von 10,7 Milliarden Dollar ersucht. Erst im Juni und März stellte die Regierung Nothilfen in Höhe von 19 Milliarden Dollar sowie 15,2 Milliarden Dollar zur Verfügung.
“Aufgrund des aktuellen Trends in den Haus-und Finanzmärkten rechnen wir in künftigen Perioden mit negativen Eigenkapital. Daraus ergibt sich der Schluss, dass wir zur Fortsetzung unseres operativen Geschäfts von der Unterstützung des Finanzministeriums abhängig sind”, heißt es zusätzlich von Fannie Mae.
Fannie Mae brachen nachbörslich um 12,66% auf 0,69 Dollar ein

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