New York (BoerseGo.de) - Der staatlich kontrollierte US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae plant eigenen Angaben zufolge die erneute Anzapfung von Regierungsgeldern. Damit erfolge bereits zum vierten Mal in diesem Jahr die Inanspruchnahme einer staatlichen Nothilfe. Das Finanzministerium wird nun um eine Zuwendung von 15 Milliarden Dollar ersucht. Damit erhöhe die Regierung über Steuergelder ihren Einsatz zur Rettung des Unternehmens auf insgesamt 60 Milliarden Dollar.
Wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss gegenüber der Börsenaufsicht weiter mitteilte, ist im dritten Quartal ein enormer Nettoverlust von 18,9 Milliarden Dollar angefallen. Über die vergangenen acht Quartale erfolgte die gigantische Verlustanhäufung von 101,6 Milliarden Dollar. Dabei wurden aus einer 200 Milliarden Dollar schweren Not-Kreditlinie staatliche Gelder in Höhe von 44,9 Milliarden Dollar angezapft.
Die unter der Hausmarktkrise schwer leidende Fannie Mae bürgt für mehr als 20 Prozent des 12 Billionen Dollar schweren Marktes für Wohnimmobilien-Kredite.

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