New York (BoerseGo.de) - Nach Einschätzung des anerkannten Börsenexperten Marc Faber, der zudem Fondsmanager und Herausgeber des monatlich erscheinenden "Gloom, Boom & Doom Report“ ist, sind die drückenden weltweiten Schuldenprobleme und übergreifende Interventionsproramme gut für den US-Dollar, aber schlecht für andere Anlageklassen. Die unruhige Zeit an den Finanzmärkten wird für die Märkte zu einer ausgedehnten Periode hoher Volatilität führen, wobei die Wirtschaften nur langsam wachsen. Seine Dollar-Prognose stützt Faber darauf, dass die Investoren den US-Dollar als sicheren Hafen suchen, auch wenn die Regierungen ihre Geldhähne weiter aufdrehen, um das notleidende Finanzsystem zu retten. „Trotz des Umstandes, dass die Europäische Zentralbank und die Europäischen Regierungen den Markt mit Liquidität fluten werden, um sich aus schwieriger Lage zu retten, wird die Liquidität weltweit knapper werden. Immer, wenn die Liquidität knapper wird, ist dies schlecht für Vermögenspreise, aber gut für den US-Dollar, wie es sich auch im Jahre 2008 gezeigt hat“, so Faber.
Der Dollar hat in der letzten Zeit gegenüber anderen Weltwährungen zugelegt, wobei er seit August mehr als fünf Prozent gewonnen hat. Während dieser Zeit hat der US-Dollar gegenüber dem Euro fast sieben Prozent zugelegt. Ein starker US-Dollar über mehrere Jahre hat sich als Gift für riskante Vermögensanlagen erwiesen. Insbesondere hat der Aktienmarkt begonnen, sich auf eine schwache Währung zu stützen, welche Exporte beflügelt, nachdem der Binnenmarktkonsum zurückgegangen ist. Für Faber ist die Einmischung von Regierungen in die freien Märkte einer der Hauptgründe, warum das Wachstum schwächelt und sich Rezession abzeichnet.
Christian Hoyer,
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