New York (BoerseGo.de) – Der anerkannte Börsenexperte Marc Faber, der sich trotz seines gegenteiligen Rufes als Optimist bezeichnet, vertritt die Ansicht, dass auf Sicht der nächsten zehn Jahre Aktien ein besseres Investment sein werden als Anleihen. Er führt dazu aus, dass gelddruckende Notenbanken wie die Fed die Preise für riskante Anlagen wie Aktien hoch halten werden. „Wenn man Geld druckt, dann steigt alles zu verschiedenen Zeiten im Preis. Ich glaube, dass Aktien weiterhin steigen werden und würde es vorziehen in den nächsten zehn Jahren, eher in Aktien als in Staatsanleihen investiert zu sein“, so Faber. Das Anwerfen der Notenpresse ist das Mittel, mit dem weltweit Regierungen Schuldenkrisen wie die aktuelle in Europa meistern wollen. „Die finale Krise wird so lange aufgeschoben werden, bis die Staaten bankrottgehen. Sie können das Finale noch endlos verschieben, sagen wir einmal noch fünf bis zehn Jahre. Jedes Anwerfen der Geldpresse bringt unbeabsichtigte Konsequenzen. Dazu zählt eine höhere Inflation, als sie ohne das Gelddrucken eingetreten wäre. Die Fed hat ihre Bilanz auf fast 2,9 Billionen Dollar aufgebläht in dem Bemühen, die Wirtschaft durch den Ankauf verschiedener Formen von Staatspapieren zu beflügeln.
Faber ist als häufiger Kritiker der Lockerung der Geldpolitik aufgetreten, die nach seiner Ansicht nach anhalten wird. „Die heutigen Regierungen werden mit Sicherheit auf die eine oder andere Weise Wohlstand von den Wohlhabenden nehmen und dem Mittelstand werden sie ihn dadurch nehmen, dass sie die Wirtschaft inflationieren und den Lebensstandart senken. Die neuen Geldspritzen schaden auch der Weltwirtschaft, indem sie Blasen verursachen, wozu auch der Chinesische Immobilienmarkt zählt. „Wenn die China-Blase eines Tages platzt, was unweigerlich der Fall sein wird – vielleicht nicht morgen, vielleicht in drei Monaten oder drei Jahren – dann wird dies verheerende Folgen für die Weltwirtschaft haben“, so Faber.
Christian Hoyer,
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