Hamburg (BoerseGo.de) – Einem Zeitungsbericht zufolge soll bereits in der kommenden Woche der ThyssenKrupp-Aufsichtsrat dem Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum zustimmen. Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD – Freitagausgabe) ohne Nennung von Quellen berichtet, seien die Verträge für den Verkauf der Konzerntochter an den finnischen Konkurrenten Outokumpu bereits weitgehend unter Dach und Fach.
Die Transaktion könnte dann zum Jahresende durchgeführt werden. Denn für die offizielle Prüfung durch die Brüsseler Behörden müssten mehrere Monate eingerechnet werden, hieß es weiter in der FTD. Problematisch bleibt dabei die Haltung der Arbeitnehmerseite. Wie ein ThyssenKrupp-Sprecher gegenüber der Zeitung sagte, seien die Gespräche mit Betriebsrat und Gewerkschaften noch nicht beendet und würden ergebnisoffen geführt.
Die IG Metall befürchtet die Schließung von Standorten und somit langfristig den Verlust von 2.500 Stellen in Krefeld und Bochum. Für ThyssenKrupp wäre der Verkauf jedoch ein Segen. Die Edelmetallbranche leidet weltweit unter Überkapazitäten und den Stahlkonzern plagt eine drückende Schuldenlast. Der Wert von Inoxum, das mit 11.500 Beschäftigten einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro erwirtschaftet, wird auf bis zu 2 Milliarden Euro geschätzt.
Susanne Schulz
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