Düsseldorf/Paris (BoerseGo.de) – Das französische Kartellamt hat mehrere Hersteller von Waschmittel – darunter auch Henkel - wegen Preisabsprachen zu einer Strafe von insgesamt 361,3 Millionen Euro verdonnert. Im Zeitraum von 1997 bis 2004 sollen die Unternehmen Henkel, Procter & Gamble, Colgate Palmolive und Unilever gemeinsam in Frankreich ein Preiskartell errichtet haben, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.
Auf den deutschen Persil-Hersteller Henkel entfiel dabei eine Geldbuße von 92,3 Millionen Euro. Am meisten musste der US-Konzern Procter & Gamble mit 233,6 Millionen Euro zahlen. Unilever war der Meldung nach zwar ebenfalls an dem Kartell beteiligt, wurde jedoch nicht mit einer Strafe belastet, da es sich selbst bereits 2008 angezeigt hatte.
Der Behörde zufolge hätten die Unternehmen ihre Werbestrategien und Preise auf einander abgestimmt. „Zwischen 1997 und 2004 fanden mehrmals jährlich geheime Treffen der vier Hersteller in Restaurants und Hotels statt, bei denen die Preise und die Werbestrategien besprochen wurden“, zitiert Reuters die Kartellbehörde weiter.
Susanne Schulz
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