Berlin (BoerseGo.de) – Die Denkschmiede "Transatlantic Academy" hat am Mittwoch im Auswärtigen Amt eine Studie vorgestellt, in der vor Rohstoff-Kriegen gewarnt wird. Laut Reuters fordern die Experten, dass bei der Nutzung knapper Ressourcen global stärker zusammenarbeitet wird. Die Bedrohung sei aufgrund des Klimawandels und neuer wirtschaftlicher Großmächte, die nach Wohlstand streben, größer geworden.
Ohne eine geeignete politische Steuerung könnten sich Marktstörungen aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Land, Energie, Wasser, Lebensmitteln und mineralischen Rohstoffen häufen. Das Risiko gewaltsamer Konflikte steige dann. Insbesondere Asien, Afrika und Lateinamerika könnten sich dann zu sozialen Brennpunkten entwickeln.
Lebensmittel könnten gegessen oder als Biotreibstoff verbrannt werden, was zu Konflikten führe. Die Wassergewinnung für die Megastädte konkurriere mit der Bewässerung in der Landwirtschaft. Chancen sehen die Experten durch eine Verbesserung der Rohstoff-Effizienz. So sollen die Europäische Union, die USA und Kanada ihre Rohstoff-Effizienz in weniger als 20 Jahren verdoppeln, so die Forderung.
Die transatlantischen Regierungschefs sollten ihre Interessen besser mit denen der aufstrebenden Schwellenländer und derjenigen Staaten abgleichen, die kritische Rohstoffe exportieren. Den Gedanke eines steten Wirtschaftswachstums, der mit einem immer stärkeren Ressourcen-Verbrauch einhergehe, gelte es zudem zu überdenken.
