New York (BoerseGo.de) - Der Hausmarkt in den USA befand sich zuletzt in einer kritischen Verfassung und wurde nur mittels staatlicher Interventionen vor dem Zusammenbruch bewahrt. Dies erklärte der Vice President des Immobilien-Informationsdienstleisters RealtyTrac Rick Sharga gegenüber Tech Ticker. Im Fall des Ausbleibens der von der Regierung gewährten Kredithilfen gebe es praktisch keinen Hausmarkt mehr.
Gemäß den am Vortag von RealtyTrack veröffentlichten Daten zum amerikanischen Hausmarkt sind die Zwangsenteignungen im September auf einen Monatsrekord von über 102.000 gestiegen. Im dritten Quartal sind die Zwangsvollstreckungen gegenüber der Vergleichsperiode 2009 um 1 Prozent gesunken. Darin spiegle sich jedoch ein irreführender positiver Anhaltspunkt. Die Kreditgeber stünden im vordergründigen Bemühen des Zugriffs auf notleidende Immobilien, ohne dabei den Markt mit Beständen zu überschwemmen. Andernfalls komme es zu einem Absturz der Hauspreise und zur Entstehung von noch mehr Problemen. Ein ausgewogenes Handeln könne den Hausmarkt bis 2013 im Gleichgewicht halten. Für eine flache Entwicklung des Hausmarkts über die kommenden 2,5 Jahre bedürfe es daher notwendigerweise eines sehr abgestuften Vorgehens. Diesem etwas düsteren Ausblick liege aber die Erwartung zugrunde, dass sich die Konjunktur erholt und das Stellenwachstum am Arbeitsmarkt vor einer Belebung steht. Das Finanzsystem könne jedoch in ein Stadium der Instabilität zurückfallen, falls die Konjunktur in einen Abschwung überläuft oder ein großer Skandal bei Zwangsvollstreckungsprozessen Anlass zu Untersuchungen gibt, um Rechtsprozesse und Arten von Unterbrechungen herbeizuführen, führte Sharga weiter aus.

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