Europas Börsen schließen etwas leichter
Kategorie: Marktberichte | Marktberichte (Dow Jones) | Datum: 30.07. 18:37
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FRANKFURT (Dow Jones) - Die europäischen Börsen haben am Freitag etwas leichter geschlossen und damit unter Gewinnmitnahmen gelitten. Der besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago und die endgültigen Daten zum US-Verbrauchervertrauen im Juli sorgten allerdings dafür, dass die Verluste nicht zu hoch ausfielen. "Wenn die ISM-Indizes und der US-Arbeitsmarktbericht in der kommenden Woche nicht zu schlecht sind, stehen die Chancen für steigende Kurse gut", prognostizierte ein Händler.
Das US-BIP, das im zweiten Quartal gemäß vorläufigen Schätzung um annualisiert 2,4% gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist und damit geringfügig unter den Erwartungen lag, spielte für den Aktienmarkt keine große Rolle, auch wenn gegenüber dem ersten Quartal eine deutliche Wachstumsverlangsamung zu verzeichnen war. "Insgesamt erwarten wir für den weiteren Jahresverlauf aufgrund der nachlassenden Wirkung der Konjunkturpakete und aufgrund der fortgeschrittenen Normalisierung der Lagerbestände eine schleppendere Erholung der US-Wirtschaft", merkte Volkswirtin Fabienne Riefer von der Postbank an.
Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,4% oder 11 auf 2.742 Punkte nach, der Stoxx-50 sank um 0,4% bzw 11 auf 2.476. Damit ist die Handelsspanne im Euro-Stoxx-50 von 2.500 bis 2.800 Punkten intakt.
Rohstoffwerte geben nach - Anglo American verfehlt Erwartungen
Die Rohstoffwerte verloren rund 0,4%. Mit den am Morgen veröffentlichten Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr verfehlte Anglo American nach Einschätzung eines Marktteilnehmers knapp die Markterwartung.. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,84 USD je Aktie unterhalb der Schätzung von 1,98 USD, auch das EBITDA verfehlte knapp die Erwartungen. Der britische Bergbaukonzern will aber die Dividendenzahlung wieder aufnehmen. Die Aktie büßte 0,7% auf 2.525 p ein.
Bauwerte sehr schwach - Lafarge-Prognose lässt Kurse bröckeln
Als belastend für Lafarge wie auch den europäischen Bausektor wurde im Handel gewertet, dass der französische Baustoffkonzern mit einer schwächeren Nachfrage nach Zement rechnet. Das Geschäft im ersten Halbjahr wurde von dem harten Winter belastet und kam erwartungsgemäß zurück. Die Umsätze seien im ersten Halbjahr um 3,0% auf 7,712 Mrd EUR zurückgegangen, hieß es vom Unternehmen. Die Aktie gab 3,9% auf 41,80 EUR nach. Der Sektor sank um 1,7%.
Automobilwerte legen zu - Renault überzeugt
Der Automobilsektor gewann dagegen 0,1%. Der französische Autohersteller Renault hatte im ersten Halbjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben und deutlich mehr verdient als erwartet. Von Januar bis Juni schrieb die Renault SA einen Nettogewinn von 780 Mio EUR nach einem Verlust von 2,73 Mrd EUR im Vorjahreszeitraum. Die Aktie gewann 1,8% auf 34,24 EUR. Volkswagen rückten um 0,4% auf 81,31 EUR vor. Mehrere Analysten hatten ihre Kursziele für die Aktien des Automobilherstellers erhöht.
Schneider Elektrik stützt den Technologiesektor
Die Technologiewerte legten 0,2% zu. Der französische Elektrotechnik-Konzern Schneider hatte im ersten Halbjahr den Gewinn mehr als verdoppelt. "Das Unternehmen hat seine Kosten im Griff", hieß es aus dem Handel mit Blick auf die Marge. Nachdem die EBITDA-Marge im ersten Halbjahr deutlich auf 15,2% geschnellt war, erhöhte das Unternehmen seine Margen-Prognose für das laufende Jahr auf 15,5% nach bisher 14%. Schneider legten 2,4% auf 88,50 EUR zur. Dagegen litten SAP unter Anschlussverkäufen und sanken um 1,3% auf 35,04 EUR.
Luxusgüter bleiben gefragt
Der französische Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) übertraf mit seinen Zahlen für das 1. Halbjahr den Konsens der Analystenschätzungen. Im Handel war die Erwartung nochmals gestiegen, nachdem zuletzt schon die Wettbewerber Hermes und LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton gute Zahlen vorgelegt hatten. Daher hielten sich die Gewinne der Aktie von PPR mit 0,3% auf 102,65 EUR in Grenzen. Der Einzelhandelssektor gab um 0,2% nach, wobei Metro sich nach Tagen der Schwäche um 2,3% auf 42,60 EUR erholen konnten.
Europäische Schlussindizes am Freitag, 30. Juli .=== . Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung . stand absolut in % seit . Jahresbeginn Europa Euro-Stoxx-50 2742,14 -10,79 -0,4 -7,6 . Stoxx-50 2476,20 -10,59 -0,4 -4,0 . Stoxx-600 255,35 -0,91 -0,4 0,9 Frankfurt XETRA-DAX 6147,97 13,27 0,2 3,2 London FTSE-100 5258,02 -55,93 -1,1 -2,9 Paris CAC-40 3643,14 -8,77 -0,2 -7,4 Amsterdam AEX 330,64 -1,49 -0,5 -1,4 Athen ATHEX-20 826,85 -19,61 -2,3 -26,5 Brüssel BEL-20 2517,30 -20,60 -0,8 0,2 Budapest BUX 22265,63 -415,76 -1,8 4,9 Helsinki OMXH-25 2231,92 -19,23 -0,9 9,8 Istanbul NAT30 75911,07 -1285,60 -1,7 13,3 Kopenhagen OMXC-20 410,83 -4,23 -1,0 22,0 Madrid IBEX-35 10499,80 -159,70 -1,5 -12,1 Mailand FTSE-MIB 21021,56 -75,41 -0,4 -9,6 Moskau RTS 1479,73 -23,95 -1,6 2,4 Oslo OBX 327,73 -3,40 -1,0 -3,4 Prag PX 1174,60 -16,80 -1,4 5,1 Stockholm OMXS-30 1047,26 -1,75 -0,2 10,0 Warschau WIG-20 2474,67 -8,69 -0,3 3,6 Wien ATX 2483,86 -22,71 -0,9 -0,5 Zürich SMI 6200,78 -19,87 -0,3 -5,3 .=== DJG/mif/cln
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