Europäischer Banken- und Rohstoffsektor nicht unterm Gabenbaum gelandet

Kategorie: News Warenterminbörsen | Aktuelle Nachrichten ETF | Datum: 29.12.2010

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London (BoerseGo.de) - Fast alle ETFs auf die verschiedenen Sektoren des STOXX Europe 600 haben in der Weihnachtswoche ein dickes Minus verbucht. Wie aus der Studie von BlackRocks ETF-Analystin Deborah Fuhr hervorgeht, haben die Anleger aus den europäischen Sektoren in der Woche bis zum 24. Dezember insgesamt 325,2 Millionen Dollar abgezogen. In der Woche davor lagen die Abflüsse bei 184,2 Millionen Dollar. Insgesamt liegen die Sektoren-ETFs seit Jahresbeginn bis zum 24. Dezember mit 174 Millionen Dollar im Minus, das heißt die Abflüsse waren 2010 höher als die Zuflüsse. Mit Ausnahme von drei Sektoren sahen alle Mitglieder der STOXX Europe 600-Familie rot. Am stärksten flossen die Gelder aus dem europäischen Banken- und dem Rohstoffsektor ab.

 

 Der Bankensektor verlor 108,8 Millionen Dollar. Aus ETFs auf den STOXX Europe 600 Basic Ressources,  der sich aus den 20 liquidesten Aktien von europäischen Unternehmen aus der Rohstoffproduktion, dem Rohstoffhandel sowie dem verarbeitendem Gewerbe zusammensetzt, haben die Anleger 91 Millionen Dollar abgezogen. Bereits in der Vorwoche flossen aus diesem Sektor 124 Millionen Dollar. Allein im Dezember haben die Anleger aus dem europäischen Rohstoffsektor 324,7 Millionen Dollar abgezogen. Im gesamten nach laufenden Jahr waren es 232,3 Millionen Dollar.

 

Im grünen Bereich lagen lediglich der Automobil-Sektor, der Versorger-Sektor und der Versicherungssektor. Zusammen kamen sie auf Zuflüsse in Höhe von 71,1 Millionen Dollar, wobei der Automobilsektor mit einem Plus von 49,3 Millionen Dollar die meisten frischen Investorengelder anziehen konnte. Die europäischen Versorger generierten 20,3 Millionen Dollar an neuen Geldern und der europäische Versicherungssektor 1,6 Millionen Dollar. Der Sektor, der 2010 bisher die meisten Gelder anlocken konnte, ist der Haushaltsgütersektor. Dieser als defensiv geltende Sektor liegt seit Jahresbeginn bis Heiligabend mit 118,6 Millionen Dollar im Plus.

Bild: ©iStockphoto.com/ArnoMassee

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Über den Autor:

Michaela Sprenger,
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